01.08.2020

Landtagswahl 2021: Im Moment sieht alles nach Uli Sckerl als Landtagskandidat aus

Grüne: Bisher noch keine Konkurrenz für den Landtagsabgeordneten - Nominierung im September - Cuny begründet seine Kandidatur

Neckar-Bergstraße. (hö) Die CDU hat bereits seit drei Wochen, nach einem längeren Duell, mit Julia Philippi (57, Dossenheim) ihre Kandidatin für die Landtagswahl; die SPD hat die Qual der Wahl zwischen dem Schriesheimer Stadtrat Sebastian Cuny (41) und André de Sá Pereira (29, Weinheim), die Entscheidung fällt am 8. Oktober im Heddesheimer Bürgerhaus. Bei den Grünen sieht es im Moment noch ganz nach Uli Sckerl aus, der seit 14 Jahren im Landtag ist und 2016 den Wahlkreis gewonnen hat.

Denn, so ergab die Nachfrage bei Sckerl: Im Moment hat sich noch kein Mitbewerber gemeldet. Bereits im Januar, bei den Neujahrsempfängen in der Region, hatte der Weinheimer seine Bereitschaft erklärt, noch einmal anzutreten – wie es vor einiger Zeit übrigens auch sein Landtagskollege Gerhard Kleinböck (SPD) getan hatte. Dessen Rückzug am Mittwoch hat Sckerl "sehr überrascht", wie er der RNZ sagte. Sckerl ist 69 Jahre – und damit eineinhalb Jahre älter als Kleinböck (und der mit Abstand älteste Landtagskandidat). Beiden wird ein gutes Verhältnis nachgesagt.

Schon zu Jahresbeginn hatte Sckerl seine Kandidatur mit einem "Wenn Ihr wollt" den Parteimitgliedern angekündigt – zumal ja bereits für den April die Nominierung des grünen Landtagskandidaten terminiert war. Doch dann, so schreibt die Vorsitzende des Bergsträßer Grünen-Kreisverbands, Fadime Tuncer (Schriesheim), kam Corona: Einerseits hätten die Vorschriften "eine Versammlung erschwert", "zum anderen hat der Kreisverband der Eindämmung des Virus und dabei der Unterstützung der schwierigen Regierungsarbeit absoluten Vorrang eingeräumt. Innerparteilicher Wahlkampf wäre da jetzt das falsche Zeichen, die Sorge um die Überwindung der Pandemie dominierten in den letzten Monaten auch die örtliche Arbeit der Grünen".

Nun wird für Donnerstag, 17. September, nach Schriesheim eingeladen. Mittlerweile werden die Einladungsschreiben versandt – und traditionell steht dort der Aufruf, dass sich Mitglieder um das Landtagsmandat bewerben können. "Das ist auch ihr gutes Recht", findet Sckerl. "Gegen Ende August" will Tuncer dann über den Stand der Bewerberlage informieren, sagte die Schriesheimerin der RNZ.

Unterdessen begründete Sebastian Cuny seine Motivation, für den Landtag zu kandidieren: "Gemeinsam mit der SPD will ich dafür antreten, dass unsere Region weiterhin eine starke sozialdemokratische Stimme in Stuttgart hat." Als Zweitkandidat und Mitarbeiter Kleinböcks ist der Politologe seit zehn Jahren in der Landespolitik unterwegs: "Ich weiß, was in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren auf mich zukommt. Und genau das will ich. Zuhören, Lösungen entwickeln, umsetzen."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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