08.09.2020

Kleiner Vergnügungspark erfreut die Kinder

Kleiner Vergnügungspark erfreut die Kinder

Noch bis zum 20. September gibt es den Mini-Rummelplatz vor dem Schriesheim Rathaus.

Höchstens 100 Besucher dürfen gleichzeitig auf das Areal des kleinen Vergnügungsparks. Deswegen müssen sich alle am Eingang registrieren, der Eintritt ist frei. Foto: Dorn

Von Volker Knab

Schriesheim. "Kommt alle rauf!", rief Randy Blum den Kindern zu. Nach der Eröffnung des kleinen Rummels auf dem Festplatz vor dem Schriesheimer Rathaus spendierte der Chef des Vergnügungsparks erst einmal eine Freifahrt. Das Angebot nahmen die Kinder gern an. Noch bis zum 20. September sind die Karussells und Buden in Betrieb.

Für die weitere Zeit in Schriesheim erhofft sich die Schaustellerfamilie Blum noch möglichst viele Besucher ihres kleinen mobilen Vergnügungsparks, den sie auf einem eingegrenzten Bereich auf dem Verkehrsübungsplatz vor dem Rathaus aufgebaut haben. Die Schausteller haben es derzeit wegen der vielen pandemiebedingten Absagen nicht leicht, darauf hatte Bürgermeister Hansjörg Höfer bei der Eröffnung am Samstag hingewiesen.

Ohne Pandemie hätte Schriesheim an diesem Samstag Straßenfest gefeiert. Die Schaustellerfamilie Blum suchte für den mobilen Rummelplatz nach ihrem Aufenthalt am Heddesheimer See einen Anschlussplatz. Daher habe die Stadt die Genehmigung für den Aufbau gern erteilt, so Höfer. "Vielleicht gibt es uns ein Stück Normalität zurück, und die Kinder sollen hier ihren Spaß haben", sagte der Bürgermeister in seiner Ansprache.

Mittelpunkt des Vergnügungsparks ist ein kleiner "Twister", bei dem die Kinder ihre an Schwenkarmen hängenden Gefährte nach oben und unten steuern können. Drumherum gesellen sich Schieß-, Dosenwurf- und Losbuden oder welche mit Geschicklichkeitsspielen. Ein weiteres Karussell lockt die Allerjüngsten auf große Fahrt. Beim Angebot "Kinderschminken" werden Gesichter mit bunter Farbe verzaubert. Andere Buden bieten Süßigkeiten an, und ein kleiner überdachter Bereich lädt zum Verweilen ein. Am Wochenende lief der Besuch gut an, ganz zur Zufriedenheit von Randy Blum. Komplette Familien hätten im Verlauf des ersten Nachmittags vorbeigeschaut und das Angebot auch genutzt, zog Blum am Samstagabend gegenüber der RNZ eine erste Bilanz.

Auch nach der Vorstellung des Altstadt-Varietés machten einige Familien noch einen Schwenk zum Vergnügungspark. Christian und Kerstin Steinbach etwa, die mit ihren Kindern Michael (8) und Sophia (12) das Altstadt-Varieté besucht hatten. Sie freuten sich, dass "derzeit überhaupt so etwas möglich ist". Christian Steinbach fand: "Für die Kinder ist es besonders wichtig." Aferdita Vishi will mit ihren beiden Kindern "öfters mal vorbeischauen", wie die Schriesheimerin nach der Eröffnung des Vergnügungsparks sagte. Der vierjährige Luan und sein Bruder Arblin hätten Spaß hier. Schließlich seien noch Ferien.

Den Schaustellern ermöglicht der Betrieb des mobilen Vergnügungsparks "wenigstens kleine Einnahmen", erläuterte Randy Blum. Nach Schriesheim haben sie in Ilvesheim vom 26. September bis 5. Oktober ihren nächsten Standort bereits sicher. Danach geht die Reise weiter, nach Weinheim.

Die Schaustellerfamilie ist "ein Familienbetrieb in der siebten Generation", so Blum. Gemeinsam mit seinen Geschwistern und deren Familien sowie dem Vater betreiben sie die Fahrgeschäfte. "Die Oma hat erzählt, selbst im Krieg haben wir gespielt. Jetzt haben wir auch die Corona-Zeit hingekriegt", sagte er freudig im Gespräch am Rande der Eröffnung.

Bis zum 20. September ist der Vergnügungspark geöffnet. Sonntags schaut von 15 bis 17 Uhr das Kasperle vorbei. Dienstags und donnerstags gibt es Ermäßigungen.

Da für das umzäunte Areal höchstens 100 Besucher gleichzeitig zugelassen sind, müssen sich die Gäste bei ansonsten freiem Eintritt lediglich am Eingang registrieren lassen.

Bürgermeister Hansjörg Höfer (l.) hofft, dass durch den kleinen Rummel vielleicht ein bisschen Normalität zurückkehrt und die Kinder Spaß haben. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung