16.02.2021

Kindergarten "Kunterbunt" wird neu gebaut

Nach dem Anwohner-Protest will die Stadt ein neues Verkehrskonzept ausarbeiten.

Schriesheim. (hö) Ziemlich überraschend kam am Montagnachmittag eine Pressemitteilung aus dem Rathaus: Demnach soll der marode Kindergarten "Kunterbunt" in der Mannheimer Straße abgerissen und in der Conradstraße, auf einer Brachfläche neben dem Containerkindergarten "Wolkenschloss" neu gebaut werden. Darüber wird der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 24. Februar, in der vor allem der Haushalt behandelt wird, beraten.

Zugleich wird in der Pressemitteilung davon berichtet, dass auch der Containerkindergarten bald aufgegeben werden muss – über den Standort seines Neubaus – sei es an alter Stelle, sei es auf dem Festplatz – streiten sich die Ratsfraktionen. Wo genau nach Ansicht des Rathauses nun der neue "Wolkenschloss"-Kindergarten gebaut werden soll, darüber schweigt sich die Pressemitteilung aus – Bürgermeister Hansjörg Höfer ist bekanntlich für die angestammte Stelle. Für beide Neubauten sind mittelfristig 6,5 Millionen Euro an Kosten veranschlagt.

Der Neubau von "Kunterbunt" in der nicht allzu breiten Conradstraße ist allerdings aus einem anderen Grund umstritten: Die Anwohner befürchten mehr Verkehr – zumal sich dann in dieser Straße mit dem neuen "Kunterbunt" und dem alten "Wolkenschloss" gleich zwei Kindergärten befinden würden. Deswegen soll auf der Gemeinderatssitzung in zwölf Tagen auch gleich ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben werden. In das sollen die Fragen oder Anregungen der Bürger einfließen. Ab dem heutigen Dienstag, 16. Februar, kann man sich an Karina Mayer vom Bauamt unter der eigens eingerichteten E-Mail-Adresse kindergartenneubau@schriesheim.de wenden – denn: "Der Stadtverwaltung Schriesheim ist bewusst, dass in der Bürgerschaft einzelne Fragen zu diesem Großprojekt aufkommen werden".

Das Rathaus sei, wie es in der Pressemitteilung heißt, "selbstverständlich bestrebt, die negativen Auswirkungen durch den vorgesehenen Kindergartenneubau so gering wie möglich zu halten. Zur Reduzierung der Beeinträchtigungen sollen alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden". Daneben sollen die Anwohner in die weitere Planung miteinbezogen werden. Bei der Konzeption – also der Ausrichtung des Gebäudes und des Außenspielgeländes – "sollte unbedingt beachtet werden, dass die Auswirkungen des Kindergartenbetriebes gegenüber den Anwohnern so gering wie möglich bleiben".

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung