11.03.2021

Fetzner fordert Asphalt und Tempolimit (Update)

"Brüllbeton" auf der A 5: Bergstraßen-Bürgermeister treffen sich mit Lärmschutzbeauftragten des Landes

Weinheim/Region. (web) Er hat andernorts schon Beschwerden hervorgerufen und droht nun auch Weinheim und weiteren Kommunen: der Beton, der bei der Sanierung der Autobahn 5 zum Einsatz kommt. Anwohner der bereits sanierten Abschnitte empfinden die Verkehrsgeräusche seither als lauter als zuvor. Im Verlauf der Sitzung des Ausschusses für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung wollte Stadtrat Wolfgang Wetzel (FDP) wissen, was die Stadt unternimmt, um den "Brüllbeton" zu verhindern.

Der Erste Bürgermeister der Stadt Weinheim, Torsten Fetzner, verwies auf einen bevorstehenden Termin mit Thomas Marwein, dem Lärmschutzbeauftragten des Landes Baden-Württemberg. Ein Landtagsabgeordneter habe das Vor-Ort-Gespräch vermittelt (wegen der nahenden Landtagswahl dürfen kommunale Amtsträger nicht die Namen von Kandierenden nennen; man kann aber davon ausgehen, dass Uli Sckerl gemeint war, Anm. d. Red.). In diesem Zuge solle auch die Lücke in der Lärmschutzwand zwischen dem Parkplatz "Wachenburg" und der Muckensturmer Straße thematisiert werden, so Fetzner. Auf erneute Nachfrage Wetzels betonte der Erste Bürgermeister zudem, dass die für die Autobahn zuständige Behörde wohl nur auf politischen Druck reagiert. Dieser soll nun entfacht werden.

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte Fetzner zudem, dass auch die Bürgermeister von Dossenheim, Schriesheim, Hemsbach und Laudenbach zu dem Gesprächstermin kommen sollen. Anstelle des offenbar problematischen Betons plädiert Fetzner für eine Fahrbahndecke, die in Asphalt ausgeführt wird: "Zu diskutieren wäre auch ein Tempolimit, wobei es hierzu unterschiedliche Auffassungen bei den Bürgermeistern gibt."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung