14.05.2021

Zu Rose und Pflanz-Set gab es auch eine Runde Familienpolitik

CDU-Bundestagskandidat Alexander Föhr war am Samstag auf dem Wochenmarkt unterwegs

Schriesheim. (max) Sogar samstags ist er früh auf den Beinen: Alexander Föhr, der Bundestagskandidat der CDU für den Wahlkreis Heidelberg/Weinheim, besuchte den Wochenmarkt. Und er war durchaus kein Unbekannter mehr. Viele erkannten den 40-jährigen Familienvater noch von seiner Aktion auf dem Markt kurz vor Ostern. Das zeigt, dass die Schriesheimer ihrem Markt treu sind und dass ihnen Föhr im Gedächtnis geblieben ist. Darum, sagt er, gehe es ja auch im Wahlkampf: "Es ist ja wichtig, dass die Leute mit dem Namen nicht nur ein Foto verbinden." Auch er schätzt den kleinen, aber feinen Markt, auf dem immer eine angenehme Atmosphäre herrsche.

Der Anlass seines Besuches ist diesmal der Frühling und vor allem der Muttertag. Für jeden Vorbeigehenden hat der Kandidat eine Rose mit einer Karte und einem kleinen Set, das zu einem Blumenherz heranwächst, wenn man es einpflanzt: "Damit ich ihnen im Gedächtnis bleibe bis September", sagt er augenzwinkernd dazu. Und vielen geht es auch am frühen Morgen vor allem um die Präsente. Diskussionen wollen um halb neun noch nicht so recht aufkommen. Eine Dame bemerkt, dass die Grünen wohl sehr stark sein werden und dass es für die CDU schwer werden könnte. Das ist eine Befürchtung, die Föhr in den letzten Tagen häufig hört. Die Partei müsse sich jetzt sammeln, um gemeinsam die Bundestagswahl anzugehen, fordert er. Eine andere Besucherin gibt offen zu, dass es ihr noch zu früh sei, sagt aber auch: "Wenn ich mal was auf dem Herzen habe, komme ich auf jeden Fall zu Ihnen."

Dem Kandidaten ist die Nähe zu den Menschen in der Region wichtig, wie er schon auf vergangenen Veranstaltungen betonte, und auch an diesem Samstag kann er damit punkten. Eine Interessierte will wissen, ob er aus Schriesheim kommt. Als er erwidert, dass er aus Ziegelhausen stammt, stellt sich heraus, dass die Dame früher dort gearbeitet hat – und schon ist die Verbindung hergestellt.

Ein anderer Punkt, der zur Sprache kommt, ist die Bildungspolitik. Die sei zwar vor allem Ländersache, sollte aber laut Föhr vom Bund besser koordiniert werden. Namentlich sprach er hier den Digitalpakt an, der ein Werkzeug des Bundes sei, um die Digitalisierung in den Schulen auf Länderebene voranzutreiben. Er lobte zwar das föderale System, und die einzelnen Bundesländer sollten weiterhin Schwerpunkte setzen. Das dürfe aber nicht in Kleinstaaterei ausarten.

Wichtig waren an diesem Tag aber vor allem die Mütter, und die hat auch Föhr im Blick. Häufig seien sie es, die in der Pandemie noch mehr den Spagat zwischen Arbeit und Familie meistern müssten. Generell sieht er in der Familienpolitik einen seiner Schwerpunkte. Dabei will er auch neue Perspektiven eröffnen: "Familien sollten selbst entscheiden, wie sie sich aufstellen", fordert er. Zu oft sei es noch so, dass die Väter arbeiten gingen und die Mütter bei den Kindern seien, weil die Strukturen es nicht besser hergäben. Wenn Männer sich um die Kinder kümmern wollten, sollte das die gleiche gesellschaftliche Anerkennung erfahren, wie wenn sie die Ernährer seien: "Wenn wir diese freie Entfaltung schaffen, dann ist das ein tolles Ziel."

Einige Meter weiter, vor der Schriesheimer Postfiliale, verteilt auch die Vorsitzende der Schriesheimer CDU, Christiane Haase, Rosen. Nicht in Konkurrenz zu Föhr, sondern als Fortführung der traditionellen Muttertagsaktion der Frauenunion. Zusammen mit ihrer langjährigen Parteikollegin Margret Fallmann konnte sie schon viele Blumengrüße unter die Leute bringen: "Es gab eine richtige Schlange, als wir kamen", sagt Haase. Als berufstätige Mutter weiß sie sehr gut um die aktuellen Schwierigkeiten: "Viele müssen Homeoffice und Homeschooling unter einen Hut bringen – das ist eine enorme Belastung."

Für die Zukunft hofft sie auf ein schnelles Ende der Kontaktbeschränkungen, um die Veranstaltungen der Frauenunion wieder in Präsenz stattfinden lassen zu können: "Wir machen online weiter, aber wenn man sich unter freiem Himmel wieder treffen könnte, das wäre schon schöner."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung