28.06.2021

Christoph Oeldorf hat den Umschlag eingeworfen

Christoph Oeldorf hat den Umschlag eingeworfen

Christoph Oeldorf warf am Samstag um Mitternacht seine Unterlagen in den Rathausbriefkasten ein. Damit war er der früheste Bewerber um den Schriesheimer Bürgermeisterposten. Foto: Dorn
Der Bürgermeisterkandidat gab am Samstag, 0 Uhr, als Erster seine Bewerbung ab.

Schriesheim. (hö) Christoph Oeldorf nutzte die früheste Möglichkeit, seine Bürgermeisterbewerbung in den Rathausbriefkasten einzuwerfen: Samstag, 0 Uhr. Im Umschlag steckten ein Lebenslauf, die Wählbarkeitsbescheinigung und eine eidesstattliche Versicherung, in der Oeldorf versichert, dass ihm keine Gründe bekannt sind, die seiner Wählbarkeit entgegenstehen – also alles in allem sechs Seiten.

Ein bisschen Übung hat er ja bei diesem Prozedere, schließlich machte er es vor viereinhalb Jahren in Wilhelmsfeld so ähnlich: "Natürlich sind das jetzt nicht die gleichen Unterlagen wie damals, aber ganz unterschiedlich sind die auch nicht", lachte der gemeinsame Kandidat von CDU und Freien Wählern. Ein bisschen aufgeregt war er schon, wie er zugab, "das ist schon etwas Besonderes". Neun Stunden zuvor hatte Oeldorf im "Goldenen Hirsch" seine Kandidatur bekannt gegeben, die Nachricht ging wie ein Lauffeuer durch die Stadt – und so erhielt der 42-Jährige bereits bis zum Freitagabend die ersten Glückwünsche.

Zu mitternächtlicher Stunde hatte sich vor dem Rathaus eine Schar von Unterstützern versammelt, darunter der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Bernd Hegmann, und die CDU-Vorsitzende Christiane Haase. Man hatte auch ein paar Flaschen Wein und Sekt mitgebracht, um auf den gemeinsamen Kandidaten anzustoßen. Auch Liselore Breitenreicher und Hilmar Frey von der Bürgergemeinschaft waren dabei, die "ganz persönlich" (Breitenreicher) Oeldorf unterstützen wollen.

Oeldorf war zumindest zu diesem Zeitpunkt der einzige Kandidat, der seine Unterlagen in den Rathausbriefkasten eingeworfen hat – und er tat dies unter den Augen von Hauptamtsleiter Dominik Morast, der auch in der Nacht zum Samstag vor dem Rathaus stand – aber natürlich, der Neutralität verpflichtet, nicht mitfeierte. Ob es noch weitere Bewerbungen gibt, steht noch nicht fest. Dass Oeldorf ganz oben auf dem Stimmzettel steht, ist noch nicht ausgemacht, wie Morast erklärte: Sollten bis zum heutigen Montagmorgen, wenn der Briefkasten gelehrt wird, weitere abgegeben worden sein, entscheidet das Los darüber, in welcher Reihenfolge am 28. November die Bewerber auf dem Wahlzettel stehen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung