21.07.2021

Autobahnlärm: Die Messungen an der A5 liegen jetzt vor

Autobahnlärm: Die Messungen an der A5 liegen jetzt vor

Am 14. April hatte die Firma „Müller BBM“ aus Planegg, die auf Schalltechnik spezialisiert ist, die Fahrzeuggeräusche auf der A 5 bei Schriesheim gemessen. Am blauen Anhänger stand auch, was da im Auftrag der Autobahngesellschaft ermittelt wurde: „Reifen-Fahrbahn-Geräusche“. Foto: Dorn
Die Ergebnisse werden am Montag per Videokonferenz präsentiert.

Schriesheim. (hö) Gut drei Monate, nachdem die Autobahngesellschaft des Bundes auf dem sanierten A5-Abschnitt bei Schriesheim die Geräusche auf der neuen Betondecke messen ließ, werden in der nächsten Woche die Ergebnisse vorgestellt: Am Montag, 26. Juli, sollen diese ab 18.30 Uhr in einer Videokonferenz im Internet – via "WebEx", einem Anbieter für virtuelle Treffen – präsentiert werden, "um möglichst vielen Interessierten trotz Pandemiesituation die Teilnahme zu ermöglichen", wie es seitens der Autobahngesellschaft heißt. Die Teilnahme setzt nur einen aktuellen Browser sowie eine funktionierende Tonwiedergabe voraus; es muss keine Software installiert werden. Fragen können über die Texteingabe gestellt werden. Der Link zur Videokonferenz wird am Montagmorgen unter www.autobahn.de/suedwest/a5bericht im Internet veröffentlicht.

Nach der Veranstaltung werden auf dieser Internetseite zudem die vollständigen Berichte zur Überprüfung der Fahrbahndecke und zur Immissionsberechnung zu finden sein. Um das Verständnis der Expertenberichte zu erleichtern, wird die Autobahngesellschaft dort zudem einen umfangreichen Fragen- und Antwortenkatalog veröffentlichen. Ziel ist es, alle Unsicherheiten zum sanierten Streckenabschnitt auszuräumen – auch im Hinblick auf eine anstehende Fahrbahndeckenerneuerung auf der A 5 bei Weinheim.

Seitdem im Juli 2020 der Fahrstreifen der südlichen Fahrtrichtung zwischen Dossenheim und Ladenburg saniert wurde, häuften sich die Klagen der direkten Autobahnanwohner, vor allem in den Schriesheimer Fensenbäumen: Der neue Fahrbahnbelag aus Beton sei deutlich lauter als der 25 Jahre alte aus Asphalt. Im Zuge des Landtagswahlkampfs hatte auch die Politik diese Anliegen aufgegriffen. Ende März beschloss die Autobahngesellschaft nach anhaltendem öffentlichem Druck, die Geräuschentwicklung auf diesem Abschnitt mit einem speziellen Messfahrzeug zu ermitteln. Anwohner kritisierten aber, dass dabei nicht die Schallwirkungen der neuen Betonleitwände überprüft und auch nicht der Lärm auf einem nicht-sanierten Abschnitt wie dem bei Hirschberg gemessen wurde, um den mit dem Ist-Zustand vergleichen zu können.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung