21.09.2021

Nach 20 Monaten ringt der KSV wieder vor Publikum

Nach 20 Monaten ringt der KSV wieder vor Publikum

Coronakonform in den ersten Heimkampf: Die KSV-Ringer begrüßten am Samstagabend in der Mehrzweckhalle ihre Gegner vom AB Aichhalden. Foto: Dorn
Ein Kraftakt vor dem ersten Heimkampf. Es gibt ein aufwändiges Hygienekonzept.

Schriesheim. (hö) 20 Monate sah die Ringerhochburg Schriesheim keinen Wettkampf mehr, der letzte vor heimischer Kulisse war im Dezember 2019, im Frühjahr kam die Pandemie, die Saison 2020 fand gar nicht erst statt. Und nun, am vergangenen Samstagabend, der erste Heimkampf – auch wenn der einige Zuschauer mehr verdient hätte; denn gekommen waren nur rund 100. Aber vielleicht müssen sich die Schriesheimer erst noch daran gewöhnen, dass wieder gerungen wird. Und auch das eine oder andere Ehrenmitglied traut wohl dem Treiben noch nicht recht – dabei gibt es für die separate Stuhlreihen.

Am Hygienekonzept kann es nicht liegen, denn daran hat der neue Ringen-Abteilungsleiter Peter Schmitt – er ist für die Organisation zuständig, Trainer Attila Tamas fürs Sportliche – in endloser Detailarbeit getüftelt. Damit auch das Ordnungsamt da mitkam, war das Regelwerk nicht geschrieben, sondern grafisch aufgearbeitet, am Ende war jeder der 1500 Quadratmeter in der Mehrzweckhalle verplant: Denn schließlich mussten drei Eingangsschleusen vorgesehen werden, die einzelnen Mannschaften (und die wieder von den Zuschauern) getrennt werden. Insofern hat Schmitt seine "Feuertaufe" bestanden – und ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Zumal der KSV nach zwei Niederlagen nun gegen den AB Aichhalden gewonnen hat.

Und es geht gleich weiter: Schon am Freitag, 24. September, gibt es um 20.30 Uhr den nächsten Heimkampf, gegen einen anderen KSV, nämlich den aus Hofstetten im Schwarzwald – "ein starker Gegner", weiß Schmitt. Aber für den KSV-Vorsitzenden Herbert Graf sind im Moment die Resultate (fast) egal: "Ich bin einfach nur glücklich, wieder Ringer auf der Matte zu sehen. Das Ergebnis ist da zweitrangig." Auch für den Mann auf dem Sanitäterstuhl ist wieder Normalität eingekehrt: Thorsten Lubitzki vom DRK Schriesheim ist seit 20 Jahren bei jedem Heimkampf dabei – was man, so meint Schmitt, auch mal würdigen sollte.

Der Abend stand aber auch im Zeichen des Abschieds: Mit Heinz Beyrer war am 20. August im Alter von 81 Jahren ein Großer des Ringersports gestorben. An ihn erinnerte Graf mit einer Gedenkminute. Beyrer holte als einer der Ersten nach dem Weltkrieg für den KSV einen großen Titel (nach Georg Schuster als Deutscher Meister 1956): Beyrer wurde 1958 Deutscher Jugendmeister, was erst wieder Semi Ferchichi 43 Jahre später gelingen sollte. 73 Jahre war Beyrer aktiv in seinem Verein – und natürlich auch Ehrenmitglied.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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