21.10.2021

Die ganze Stadt wird ein einziger Hofflohmarkt

Die ganze Stadt wird ein einziger Hofflohmarkt

Die vielen Punkte auf dem Plan machen es deutlich: Hofflohmärkte gibt es am Samstag in ganz Schriesheim. Foto: pd
Eine erste Aktion gibt's am Samstag mit mehr als 150 Teilnehmern. Es ist eine Idee von zwei Schriesheimerinnen. Man kann auch noch spontan mitmachen.

Von Max Rieser

Schriesheim. Inspiriert von den schon länger regelmäßig stattfindenden Hofflohmärkten in Mannheim, beschlossen die Schriesheimer Schwestern Chiara und Nathalie Lange, eine solche Veranstaltung nach Schriesheim zu holen. Übermorgen, am Samstag, 23. Oktober, ist es so weit, und von 11 bis 17 Uhr kann nach Herzenslust "Second Hand" geshoppt werden. "Schriesheim bietet sich dafür super an, weil wir hier so viele Höfe und Gärten haben", ist sich Chiara Lange sicher. In den umliegenden Gemeinden gab es solche Flohmärkte schon, und gerade in der Phase, in der die Pandemie wieder etwas mehr Raum für ein Zusammenkommen gibt, sei es eine schöne Gelegenheit, sich mal wieder zu treffen und auszutauschen. "Auch aus einem Nachhaltigkeitsgedanken fanden wir das eine tolle Idee", sagt sie weiter, denn Aussortiertes fliegt so nicht auf den Müll.

Bei den Schriesheimern habe man offene Türen eingerannt, und innerhalb kürzester Zeit hätten sich über 150 Teilnehmer angemeldet, um auf der Karte verzeichnet zu werden. Wer sich den Plan nicht ausdrucken möchte, kann auch auf der Facebook-Seite der Veranstaltung "1. Schriesheimer Hofflohmärkte" nachschauen. Eine Anmeldung ist ebenfalls über die Facebookseite oder die E-Mail-Adresse "hofflohmaerkteschriesheim@gmx.de" drin. Ein Vermerk auf der Karte ist zwar nicht mehr möglich, aber man könne einfach mit Luftballons oder einem bunten Schild auf den Stand im eigenen Hof aufmerksam machen.

Es steckte aber auch ein Stückchen Arbeit für die Studentin Chiara und Lehrerin Nathalie in der Organisation. Ein Flyer und Plakat musste entworfen, aufgehängt und verteilt werden. Die Information wurde per Whatsapp-Gruppen verbreitet und die Poster in der Stadt verteilt. Mit dem Ordnungsamt wurde im Vorfeld ausgehandelt, unter welchen Bedingungen der Flohmarkt stattfinden kann. "Es war total schön, dass auch viele Leute von sich aus den Flyer ausgedruckt und verteilt haben." Der Kontakt mit dem Ordnungsamt sei "superentspannt" gewesen, und nachdem die Organisatorinnen ein Hygienekonzept ausgearbeitet hatten, stand dem Event nichts mehr im Weg.

Verkauft werden darf alles, außer Speisen und Getränke; und die Standbetreiber werden gebeten, falls möglich, Desinfektionsmittel aufzustellen. Wo ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann, muss darüber hinaus eine Maske getragen werden.

Auch dürfen die Stände nicht auf den Gehwegen aufgebaut werden. Eine Standmiete fällt nicht an. Für die Anbieter ist es eine gute Gelegenheit, beispielsweise Kleidung, Accessoires, Spielsachen, Bücher oder Schallplatten auszumisten und einem neuen Besitzer anzubieten. Die Interessierten haben so die Möglichkeit, sich mit kleinen Schätzen einzudecken.

Die roten Punkte und damit die Teilnehmer auf dem Plan sind weit verteilt über den ganzen Ort, sodass überall etwas gefunden werden kann, ohne das weite Wege zurückgelegt werden müssen. Für Besucher von außerhalb ist auch der Festplatz als Parkmöglichkeit günstig, macht Chiara Lange aufmerksam, die am Samstag natürlich auch einen Stand haben wird.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung