23.12.2021

Gebäude in der Talstraße sollen Neubauten weichen

Gebäude in der Talstraße sollen Neubauten weichen

In der Talstraße 159 sollen diese Gebäude durch Neubauten ersetzt werden. Foto: Dorn
In die Talstraße kommt Bewegung: Der Ausschuss genehmigte auf seiner Sitzung fast alle Bauanträge.

Schriesheim. (nip) Von neun Bauanträgen genehmigte der Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) in der letzten Sitzung des Jahres acht. So auch die Anbringung von Fußpflege-Werbeplakaten auf der Westfassade eines Gebäudes in der Römerstraße. Weil es im Sanierungsgebiet der Ladenburger Straße/B 3 liegt, war eine sanierungsrechtliche Genehmigung vonnöten.

"Ein schönes Projekt, ein Leerstand weniger." Mit diesen Worten kommentierte Bürgermeister Hansjörg Höfer ein Bauvorhaben in Ursenbach. Der Antragsteller will das Dach energetisch sanieren und es dabei zugleich durch den Einbau eines ein Meter hohen Kniestocks anheben. Der dadurch entstehende neue Raum wird mit einer Treppe an die Wohnung im Obergeschoss angebunden. Auch hier erteilte der ATU die nötige sanierungsrechtliche Genehmigung.

Der nächste Punkt war etwas komplizierter: "Dieses Grundstück stellt einen vor große Herausforderungen", fand Fadime Tuncer (Grüne Liste) mit Blick auf dessen Lage in der Talstraße. Der Antragsteller will hier das bestehende Gebäude abreißen und ein Zweifamilienhaus neu bauen. Das mit einer Breite von lediglich 8,75 Metern sehr schmale Grundstück grenzt westlich an ein Grundstück der Stadt, auf dem sich das Bergwerk, das Sudhaus und ein Geräteschuppen befinden. Die Fläche entlang des geplanten Neubaus dient als Erschließung für das Bergwerk und ist unbebaut. Im Vorfeld habe man überlegt, durch einen Flächentausch dem Antragsteller die Errichtung eines breiteren Gebäudes zu ermöglichen, schilderte Bauamtsmitarbeiterin Beate Kreis. Doch weil hier wesentliche Versorgungsleitungen im Boden liegen, sei deren Verlegung wirtschaftlich weder für den privaten Bauherrn noch für die Stadt darstellbar. Also bleibt es bei der ursprünglich beantragten Planung, die der Gestaltungsbeirat mehrheitlich so mitträgt. So auch der ATU. "Das kann nur schöner werden", meinte Gabriele Mohr-Nassauer (SPD). "Hier wird Wohnraum für junge Familien geschaffen", nickte Michael Mittelstädt (CDU). Die Zufahrt zu zwei Stellplätzen über das städtische Grundstück, das unbebaut bleiben wird, sei unproblematisch, teilte Kreis mit.

Dem Neubau eines Bürogebäudes mit Wohnung und Tiefgarage im Spännigweg erteilte der ATU drei benötigte Befreiungen. Wobei Ulrike von Eicke (FDP) kritisch anmerkte, die Wohnung sei mit einer Größe von fast 398 Quadratmetern der gewerblichen Fläche von 421 Quadratmetern nur geringfügig untergeordnet. Das finde sie "grenzwertig", sagte sie. Grüne Liste, CDU und SPD kommentierten, es sei "erfreulich", dass im Gewerbegebiet durch den Finanzvertrieb Neues entstehe.

Der Errichtung von zwei Stellplätzen und dem Neubau einer ohnehin baufälligen Stützmauer im Altenbacher Abtsweg stimmte der ATU ebenso zu. Wegen der Hanglage fällt die Mauer um 40 Zentimeter höher aus als die eigentlich zulässige Höhe von 1,60 Metern. Karl Reidinger (CDU) hätte sich indes bei den beiden Längsparkplätzen eine Tiefe von 3,50 Metern statt nur 2,50 Meter gewünscht. Es sei dort ohnehin schwierig, zu rangieren. Die Straße werde im Zuge der Sanierung dort breiter werden, teilte ihm der Bürgermeister mit.

Grünes Licht auch für einen Um- und Erweiterungsbau in der Heinrich-von-Kleist-Straße: "Das ist ein schönes Grundstück und das tut dem Wohngebiet gut", sagte Höfer.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung