07.02.2022

Mohammed Khalil liefert Lebensmittel aus der Region an die Haustür

So wird der Lebensmittelbote zum festen Bestandteil der Nachbarschaft. Er distanziert sich von großen Konkurrenten. Die Weine kommen aus seiner Heimatstadt.

Schriesheim/Mannheim. (max) Der Wunsch vieler, den Einkauf direkt an die Haustür geliefert zu bekommen, wurde durch die Pandemie noch verstärkt. Einen solchen Service bietet der Schriesheimer Mohammed Khalil mit seinem Lieferdienst "Lebensmittelboten" seit 1. Dezember in Mannheim und Umgebung an.

Die Idee sei naheliegend gewesen, berichtet Khalil: "Der Handel wandelt sich im Moment durch Corona." Um selbst einen positiven Beitrag zu leisten und den Kunden immer eine "Warenverfügbarkeit zu garantieren", gründete er den Botendienst. Über den heimischen Browser oder das Smartphone kann das Sortiment unter www.Lebensmittelboten.de bequem durchstöbert und auch per Mausklick bestellt werden. Der Name "Lebensmittelboten" ist das Aushängeschild für das ganze Servicekonzept, erklärt Khalil.

Es gehe nicht nur darum, die Kunden zuverlässig und innerhalb von 120 Minuten nach Bestellung mit Lebensmitteln zu versorgen, sondern auch darum, mehr zu sein als der gesichtslose Lieferant: "Wir sind der persönliche Bote aus der Nachbarschaft", definiert Khalil die Lebensmittelboten. Dabei drehe es sich für ihn auch um ein gewisses Maß an Miteinander, denn er wolle versuchen, den Wünschen der Kunden zu entsprechen. Auf diese Weise könne das schon jetzt vielfältige Sortiment noch ergänzt werden: "Heute hat mich ein Kunde gebeten, auch Fischstäbchen aufzunehmen, und das mache ich natürlich sofort", sagt der Händler: "Wir wollen ja genau das anbieten, was die Kundschaft haben will."

Bisher stehen außer den Supermarktklassikern wie Obst und Gemüse, Milchprodukten, Eiern, Backwaren, Wurst, Fleisch oder Käse auch Feinkost, Gewürze, Tabakwaren, Kosmetik, Tiernahrung oder Fitnessprodukte in den digitalen Regalen. Außerdem Wein von der Schriesheimer Winzergenossenschaft, der mit einem Empfehlungshinweis versehen ist. Generell wünscht Khalil sich noch mehr regionale Anbieter für seinen Online-Supermarkt. Er sucht weiter nach Partnern, die ihre Produkte gern über ihn anbieten würden: "Mir liegt viel an der Region. Ich fände es schön, lokale Unternehmen zu unterstützen."

Einige Sparten sind beim Anklicken zwar noch leer, jedoch mit dem Hinweis versehen, dass alles nach und nach aufgefüllt werde und man sich über Wünsche freue. Dieser Austausch mit den Kunden mache auch den Unterschied zu bereits etablierten Lebensmittelbringdiensten aus, die gerade in Großstädten von sich reden machen und von deren Vorgehen sich Khalil distanziert. Langjährige Erfahrung aus dem Handel habe er schon mitgebracht. Der Wunsch, sich selbstständig zu machen, habe ihn schon länger umgetrieben: "Ich liebe Lebensmittel, Getränke und den Handel damit. Außerdem koche ich gern", sagt Khalil und lacht.

Im Mannheimer Stadtteil Vogelstang habe er die passenden Räume gefunden und mit zehn Mitarbeitern eine kleine Flotte aufgebaut, mit der er in einem Radius von rund zehn Kilometern ausliefert. Bei seinem Team setzt er auf Diversität: "Es spielt bei uns keine Rolle, ob man jung oder alt ist, welches Geschlecht man hat oder welche Herkunft." Es zähle nur, dass man in das jetzt schon bunt gemischte Gefüge passt.

Im ersten Monat sei das Angebot schon gut angenommen worden, und durch die positiven Rückmeldungen und die zunehmende "Mund-zu-Mund-Propaganda" sei er zuversichtlich für das Jahr 2022.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung