23.02.2022

Sanierung des Waldschwimmbads ist im Zeitplan

Und das liegt auch an den ehrenamtlichen Helfern, die im Waldschwimmbad kräftig mit anpacken. Die Eröffnung ist am 1. Mai.

Von Max Rieser

Schriesheim. Langsam nehmen die Sanierungsmaßnahme im Waldschwimmbad Formen an. Zwar ist das Schwimmbecken noch ein Erdloch ohne Boden, die nagelneuen Edelstahlwände glänzen aber schon frisch. Das ist auch notwendig denn wie immer soll das Bad am 1. Mai öffnen. Und das werde wohl auch gelingen, wie Kim Koschorreck, der Pressereferent der Interessengemeinschaft Erhaltung Waldschwimmbad (IEWS), berichtet: "Wir sind gut im Zeit- und Kostenplan", sagt er zufrieden.

Dass alle Arbeiten rechtzeitig erledigt und die Kosten gering gehalten werden können, liege nicht zuletzt an den Einsätzen der IEWS-Mitglieder – so wie am vergangenen Samstag. Eine Gruppe von knapp 20 Helfern entfernte die letzten Gehwegplatten, die das Schwimmbecken einrahmen. Schon am vorherigen Wochenende begann man mit diesen Arbeiten, die notwendig wurden, da sich die Maße des Beckens leicht verändert hatten.

Das sei aber kein Problem, denn die meisten Platten könnten wieder eingesetzt werden, erläuter der Technische Leiter Jürgen Merkel: "Ein paar waren kaputt, aber das ist nicht der Rede wert." Ungefähr 4000 Euro würden zusätzlich für neue Platten veranschlagt werden müssen. Angesicht der Sanierungskosten in Höhe von 709.000 Euro – wovon die Stadt 200.000 Euro übernimmt – falle dieser Betrag nicht ins Gewicht.

Sind Platten und Split entfernt, wird die Umrandung mit Mineralbeton um zwölf Zentimeter erhöht, "danach kommen Split und Platten wieder drauf", so Merkel. Am 8. März wird der Boden des Beckens mit Estrich versehen, und eine Woche später ist es dann so weit: Das Becken erhält seinen Boden. Den Spitznamen die "Blaue Welle" erhalten hatte das Bad von den zuvor verbauten blauen Fliesen im Becken, die jetzt dem silbernen Stahl weichen müssen, da er beständiger und weniger anfällig ist.

Weil der blaue Himmel aber von dem Material reflektiert wird, bleibt es trotzdem die "Blaue Welle". Das neue Becken hat einen weiteren Vorteil, wie Merkel aufzeigt: Im tiefen Bereich ist die Wasserhöhe von drei auf 2,20 Meter reduziert worden. Dadurch würden im laufenden Betrieb sowohl Heiz- als auch Aufbereitungskosten gespart. Noch zwei Arbeitseinsätze der Mitglieder soll es geben, bevor das Bad wieder öffnet. Die Resonanz auf die Bitte zur Mithilfe sei gut, "aber besser geht immer", sagt der Pressereferent augenzwinkernd.

Die Helfer seien vor allem diejenigen, die die IEWS schon "seit Jahrzehnten" aktiv unterstützten, sagt Koschorreck. Das mache dem Vorstand mit Blick in die Zukunft durchaus Sorgen: "Wir hoffen, dass die Jugend nachzieht". Und wer helfen wolle, solle bedenken: "Es wird ja nicht nur gearbeitet, es geht ja auch ums Beisammensein", erklärt der Pressereferent. Neben den Sanierungsarbeiten gibt es noch eine "zweite große Baustelle", wie Koschorreck sagt, denn der Verein plant ein Sommerfest zum 30-jährigen Jubiläum.

Am Wochenende von 1. bis 3. Juli ist ein buntes Programm geplant. Konzerte des SAP-Orchesters freitags und der Band Amokoma am Samstag bereiten auf das große Familienfest mit "Livemusik, Hüpfburg und Varieté am Sonntag vor. Bei der Planung des Fests und auch der Badesaison hoffe der Verein, "dass die Corona-Regelungen den Betrieb nicht wieder so sehr überschatten", sagt Koschorreck.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung