23.02.2022

Fußballer bieten Freiwilliges Soziales Jahr an

Der SVS sucht wieder einen "Fußballbekloppten". Man hat tolle Erfahrungen mit Jonas Eierdanz gemacht.

Schriesheim. (max) Wer nicht nur gerne Fußball spielt, sondern sich auch für die Abläufe im Sportverein interessiert, der hat jetzt die Chance, beim SV Schriesheim mitzuarbeiten. Am 28. Februar ist Einsendeschluss für Bewerbungen für ein Freies Soziales Jahr (FSJ) bei den Fußballern, das vom 1. September dieses Jahres bis 31. August 2023 dauert. Es ist das zweite Mal, dass der SVS ein FSJ ausschreibt.

Dass man es nun wieder tut, habe auch mit den Erfahrungen mit dem aktuellen Freiwilligen Jonas Eierdanz zu tun. Denn die sind auf beiden Seiten durchweg positiv, sagt der Erste Vorsitzende Hermann Morast. Das unterstreicht auch ein Bericht von Eierdanz selbst, der nach dem Abitur die Stelle beim SVS angetreten hat und dem Verein auch über das Freiwillige Soziale Jahr hinaus als Helfer erhalten bleiben will.

Die Aufgaben seien altersgemäß, orientierten sich an den Voraussetzungen und Erfahrungen und seien gut zu bewältigen, schildert er. Schon vorher war Eierdanz Jugendtrainer, zunächst in Wilhelmsfeld, dann in Schriesheim. "Das ist eine gute Voraussetzung", sagt Morast, vor allem aber sei wichtig, dass man "fußballbekloppt" sei. Damit meint er nicht nur den Sport zu mögen, sondern sich auch für Vereinsstruktur und Organisation zu interessieren.

Dem Vorsitzenden ist wichtig zu betonen, dass der FSJler nicht einfach die lästigen Arbeiten für den SVS macht, der ausschließlich von Ehrenamtlichen geführt wird. Vielmehr würde er die Chance bekommen, Einblicke in alle Bereiche zu bekommen und sich auch für seine Zukunft zu orientieren. Das sei gerade während der Pandemie eine gute Chance, um eine kurzfristige Perspektive nach dem Schulabschluss zu haben, da Auslandsaufenthalte nur schwer möglich wären, weiß Morast. Neben der Tätigkeit des FSJlers als Trainer verschiedener Kinder- und Jugendmannschaften, wie der Organisation der Fußball-AGs an den Grundschulen in Schriesheim und Altenbach, wird er nämlich auch aktiv in die Vereinsverwaltung eingebunden, bearbeitet beispielsweise Mitgliedsanträge, wirkt an der Öffentlichkeitsarbeit mit oder hilft bei der Instandhaltung der Sportanlagen.

Auch an den regelmäßigen Sitzungen des Vorstands nimmt der "Jungmitarbeiter" teil, daher ist auch eine Bereitschaft zum flexiblen Arbeiten nötig, erklärt Morast. Das bedeute aber nicht, "ständig spontan eingesetzt" zu werden. Da alle im Verein ehrenamtlich mitarbeiten würden, sei die Woche immer gut geplant, "und der junge Mensch hat bei uns einen ganz geregelten Ablauf", so der Vorsitzende. Trainings- und AG-Zeiten seien immer gleich, wodurch man eine gute Routine bekäme. Im Gegenzug zur freiwilligen Tätigkeit arbeite man am "schönsten Hobby der Welt: Fußball" mit. Der Verein ermögliche den Erhalt der C-Lizenz im Rahmen des FSJ, man bekomme die Chance, Verantwortung zu übernehmen und erhalte eine kleine, monatliche Aufwandsentschädigung.

"Uns ist auch sehr wichtig, dass die Sozialkompetenzen ausgebaut werden können", berichtet Morast. Weiterbildungen, in Form von Seminaren und Schulungen, wie zu sportrechtlichen Themen oder dem Erwerb des "großen" Erste-Hilfe-Kurses, gehören dazu. Gebe es bestimmte Kompetenzen, die der FSJler gezielt anstrebe, habe man als Verein immer ein offenes Ohr. So habe Eierdanz darum gebeten, das Sprechen vor vielen Menschen zu üben. Seitdem halte er monatliche Kurzvorträge bei den Vorstandssitzungen und erhalte dafür Feedback.

Info: Interessierte können sich auf der Internetseite des Vereins www.sv-schriesheim.de informieren. Für Fragen stehen sowohl der Jugendausschuss, der Vorstand und Eierdanz zur Verfügung.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung