08.03.2022

Unterkünfte und Dolmetscher gesucht

Unterkünfte und Dolmetscher gesucht

Viele Spenden, viele Freiwillige, starkes Zwischenergebnis: Schon am Freitag konnte der erste 40-Tonner in Richtung Ukraine starten. Foto: Dorn
Freiwillige sammeln für die Ukraine. Die Verwaltung hofft auf Wohnungen.

Schriesheim. (max) Das Engagement für die Menschen in der Ukraine wächst, und auch über jene, die fliehen und bald ankommen, macht man sich Gedanken. Die Ehrenamtlichen, die in der vergangenen Woche Spenden in der Halle des "Push"-Vereins sammelten, ziehen ein positives Zwischenfazit. Schon am Freitag startete der erste 40-Tonner in Richtung Ukraine, so Fadime Tuncer (Grüne Liste).

Die Flüchtlingshilfe ruft nun dazu auf, am nächsten Freitag, 11. März, von 16 bis 19 Uhr an gleicher Stelle Spenden vorbeizubringen. Spendenwillige sollen sich an der Liste der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft orientieren. Folgendes wird gebraucht: Mobile medizinische Ultraschallgeräte, Dieselgeneratoren (Drei- und Fünf-Kilowatt-Geräte), Verlängerungskabel und Verteilersteckdosen, Taschenlampen, Kopf- oder Stirnlampen, Gaslampen, Powerbanks und Akkus, Funkgeräte, Lebensmittel (Konserven, Müsliriegel, Trockenfrüchte, Einmannpackungen, Mineralwasser, Mehl, Hefe) und Heizlüfter.

Auch die Stadt bereitet sich vor, so Bürgermeister Christoph Oeldorf. Es gelte, "Hilfsbereitschaft, Unterstützung und Solidarität" zu signalisieren, um "für Demokratie und Freiheit an der Seite der Ukraine zu stehen". Um sich auf Menschen, die eine Unterkunft benötigen, vorzubereiten, ermittle die Verwaltung die Kapazitäten in der Stadt, da die Abstimmung zwischen "Land, Landkreisen und Kommunen" noch laufe. Um den Ankommenden trotzdem Obdach gewähren zu können, ruft die Verwaltung alle auf, die eine Unterbringungsmöglichkeit haben, sich unter ukraine@schriesheim.de oder unter Telefon 06203/ 60 21 32 zu melden. Es werden auch Dolmetscher gesucht. Wer eine Unterkunft anbietet, sollte Angaben zu Anschrift, Größe und Aufteilung machen. Wer schon jemanden aufgenommen hat, sollte die Personen melden, damit der Staat ihnen helfen kann.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung