02.09.2022

Altenbach: Hat der Abtsweg ein "Sandproblem"?

Ein Anwohner berichtet, dass die Fugen zwischen den Pflastersteinen regelmäßig ausgewaschen werden

Schriesheim-Altenbach. (hö) An den laufenden Bauarbeiten im Stadtteil gibt es Kritik: Bei der Bürgerfragestunde der Ortschaftsratssitzung am Montag kritisierte Anwohner Frank Kunkel die Verzögerung bei der Baustelle im Abtsweg ("eigentlich sollte die im Winter 2021 fertig sein") und fragte Ortsvorsteher Herbert Kraus: "Gibt es da überhaupt einen Zeitplan?"

Noch wichtiger waren ihm die Sandfugen im Pflaster: "Im Juli war gepflastert worden, und jetzt schon sind die Steine ausgewaschen. Nach jedem Regen ist die Straße voller Sand." Vor allem ältere Anwohner wissen nicht, wie sie die Sandmassen vor ihrer Haustür beseitigen sollen. Kunkels Resümee: "Wie man ein so steiles Stück pflastern kann, ist mir unverständlich." Diese Beobachtung bestätige später auch Ortschaftsrat Karl Reidinger (CDU): "Es gibt noch weitere Beschwerden, dass der Sand aus den Fugen rausläuft."

Kraus antwortete, dass es sich beim Abtsweg um eine "schwierige Baustelle" handelt, bei der ausführenden Firma sei "nicht alles optimal gelaufen". Das Problem der Versandung war ihm offensichtlich neu: "Das kann doch nicht sein. Ich gehe auf das Bauamt zu." Tatsächlich erklärte Bauamtsleiter Markus Dorn auf RNZ-Nachfrage, dass die Firma den Abtsweg am Mittwoch komplett gereinigt habe, nachdem man sie auf dieses Problem aufmerksam gemacht hatte. Generell gebe es bei solchen Straßen wie den eher wenig befahrenen Abtsweg wenig Alternativen für Sandfugen, eine feste Masse sei nicht praktikabel, denn dann gehe es zu sehr ins Geld, wenn im Untergrund gearbeitet und das ganze Pflaster aufgemeißelt werden muss. Dorn selbst geht davon aus, dass es reicht, wenn ein paar Mal Sand in die Fugen eingekehrt wird, dann säßen die Körner auch fest. Ihm jedenfalls seien keine Probleme bei Pflaster, selbst an steilen Straßen, bekannt. Eine Alternative wäre natürlich Asphalt. Aber im Rathaus und im Ortschaftsrat sprach man sich im letzten Jahr für Pflaster aus – aus optischen Gründen.

Herbert Gutfleisch fand, dass die Arbeiten in der Mehrzweckhalle "eine bessere Koordinierung brauchen, sonst wird das in diesem Jahr nichts mehr". Er sehe zu wenig Leute auf der Baustelle. Dem widersprach Kraus: Es werde sehr wohl gearbeitet, das Gerüst sei gestellt, da "die ganze Decke runter muss". Doch rechnet er mit Verzögerungen bei der Fertigstellung – was auch bei der Baustellenbesichtigung bestätigt wurde.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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