27.11.2022

Die Fertigstellung des "Adlerhofs" verzögert sich

Der Neubau des "Schwarzen Adlers" soll erst im Frühjahr fertig sein.

Schriesheim. (hö) Lange nichts gehört vom Neubau des "Schwarzen Adler", der sich nun "Adlerhof" nennt. Im Moment betrifft die Baustelle vor allem die Autofahrer, die nun, von Süden kommend, nicht mehr den Rechtsabbieger in die Talstraße nutzen können. Der Grund: Gerade wird der Kanalanschluss des Neubaus gelegt. Das ist ein bisschen überfällig, denn die Baustelle wurde bereits im Januar beantragt, wie Bauleiter Thorsten Wettermann auf RNZ-Anfrage erklärt. Doch wegen der Fahrbahnsanierung auf der A5 wurde die B3 als Ausweichstrecke benötigt, deswegen dauerte es zehn Monate bis zur Freigabe.

Generalunternehmer gekündigt

Aber das ist nicht der einzige Grund, weswegen es mit dem "Adlerhof" noch dauert. Ursprünglich hatte Bauherr Peter Ujjobbagy beim ersten Spatenstich vor knapp zwei Jahren die Fertigstellung des Projekts zum Juni dieses Jahr angekündigt. Doch es kam zu erheblichen Verzögerungen, weil, so Bauleiter Wettermann, dem Generalunternehmer gekündigt wurde, der mit den Arbeiten in Verzug war. Dabei wohnen schon die ersten Käufer oder Mieter in dem Gebäude, dessen 13 Wohnungen alle verkauft sind. Einige brachte der gerissene Fertigstellungstermin in ziemliche Bedrängnis: Nach RNZ-Informationen hat mindestens eine Familie, die sich in den "Adlerhof" eingekauft hatte, ihre alte Wohnung gekündigt und musste eine neue Bleibe anmieten, bis der Neubau fertiggestellt ist.

Nun gehen – trotz aller Gerüchte um einen Baustopp – die Arbeiten weiter, die meisten vom Generalunternehmer beauftragten Firmen blieben an Bord; im Moment sind Sanitärfirmen am Werk – wobei es schwer war, irgendwelche überhaupt aufzutun –, dann kommen die Trockenbauer. Alles in allem sei man jetzt fünf Monate im Verzug, so Wettermann: "Das ist für die widrigen Umstände der letzten Zeit okay." Als Fertigstellung ist nun das nächste Frühjahr anvisiert.

Vom Fass, das die Landstraßen-Fassade des "Schwarzen Adler" prägte, gibt es nichts Neues: Das marode Stück wurde kurz vor dem Abriss von Winzergenossenschaftsvorstand Hartmut Haas geborgen und zum Kelterhaus gebracht. Dort liegt es heute noch.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung