14.09.2014

Für Sicherheit nicht nur auf dem Schulweg

Wieder Übergabe bunter Straßenfiguren: SPD knüpft an erfolgreiches Projekt des Vorjahres an - Autofahrer sollen auf Kinder achten

Von Sarah Khouri

Schriesheim. Aus Versehen über Rot gefahren, zu schnell unterwegs, vergessen zu blinken. Kurzes Abschweifen am Steuer ist - gerade weil es jedem passieren kann - eine ständige Gefahr im Straßenverkehr. Und kaum vermeidbar. Mithilfe weiterer bunter "Straßenfiguren" sollen Autofahrer in Schriesheim ab sofort erinnert werden: Kinder könnten unterwegs sein.

"Wir brauchen vor allem in Schulnähe Hinweise, deren Signalcharakter über den geläufiger Warnschilder hinausgeht", betont Sebastian Cuny, Stadtrat und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Deshalb sind die Figuren "kindsgroß", spielen mit knallroten Bällen oder haben lustige übermütige Gesichter. Weil man sich dennoch an sie "gewöhnen" könnte, sodass der Effekt verloren ginge, sollen die Kleinen wieder "wandern".

Wie sollen sie heißen?

Ebenso wie in Schriesheim habe sich das regelmäßige Wechseln der Standorte auch in Ladenburg bewährt, erklärt Cuny. "Eine vieler Städte, die bereits gute Erfahrungen mit den Hinweisfiguren gemacht haben." An welchen Stellen im Schriesheimer Verkehr die neuen Lotsenfiguren gesetzt werden sollen, wird gemeinsam mit dem Ordnungsamt entschieden. Eingeplant sind neben Schulwegen Kreuzungen, die Gaulsbrücke und der Übergang zu OEG-Bahnhof und B 3.

Am Mittwochnachmittag, wenige Tage vor Ende der Schulferien, wurden die neuen "Straßenfiguren" symbolisch an die Stadt übergeben. Bürgermeister Hansjörg Höfer bedankte sich für das Engagement der Initiatoren, Stadträtin Gabriele Mohr-Nassauer, stellvertretende Vorsitzende der Schriesheimer SPD, und Sebastian Cuny. Besonderer Dank galt auch denen, die für das Projekt gespendet haben: Neben dem Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (ASS) - vertreten durch Maren Fahmi und Erika Ziskoven - beteiligten sich etwa die Fördervereine der Schulen. Mit Verkehrsvereinschef Karl-Heinz Schulz nahm an der Übergabe auch einer der Schriesheimer teil, die das Projekt privat unterstützen; als ehemaliges Mitglied des Gemeinderates und als Großvater Ehrensache für Schulz.

Eine einzelne der aufwendig gestalteten Figuren ist 400 Euro wert. "Wir achten auf Qualität, damit die Warnhinweise der Witterung und etwaigem Vandalismus standhalten", erklärt Andreas Rehwaldt, Leiter der Schreinerei im "Talhof". Im Rahmen der Wiedereingliederungshilfe haben Bewohner der sozialen Heimstätte die Möglichkeit, bei Rehwaldt das Schreinern zu lernen - und erarbeiten unter anderem die pfiffigen Straßenfiguren. Um noch mehr der aus hochwertigem Holz, Stahl und mit Siebdruck gearbeiteten Jungs und Mädchen in und um Schriesheim (geplant sind auch Standorte in Ursenbach und Altenbach) einsetzen zu können, bittet die SPD weiterhin um Spenden. Übrigens sind auch Vorschläge für einen eigenen Namen der Schriesheimer "Straßenfiguren" willkommen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung