24.09.2014

Schriesheim: Zweiter Fluchtweg für den Zehntkeller

Pläne dafür wurden im ATU vorgestellt - Kostenfrage offen - Fath: "Alternativlose Maßnahme"

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Ein wichtiger Bauantrag stand am Montag zunächst gar nicht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU), wurde von der Verwaltung aber in der Sitzung nachgereicht. Und zwar, weil die Pläne fertig geworden waren und das Rathaus offenbar die Dringlichkeit sah, baurechtlich voranzukommen. Schließlich ging es um den zweiten Fluchtweg aus dem Zehntkeller: "Der ist nötig, wenn wir die Feierstätte erhalten wollen", meinte Bürgermeister Hansjörg Höfer.

Der gewöhnliche Zehntkellereingang gilt auch als erste Fluchtmöglichkeit. Wie und wo die zweite verwirklicht werden soll, erläuterte Stadtbaumeisterin Astrid Fath anhand der gezeichneten Entwürfe für eine "nicht einfache" Baumaßnahme.

Der weitere Notausgang wird im Großen Zehntkeller rechts neben der Theke über eine Betontreppe und einen Durchbruch samt Tür sowie eine weitere Treppe auf den Oberen Strahlenberger Schulhof geführt. Dafür wird dort mindestens ein Spielgerät versetzt. Zudem muss im Keller die Theke mit der Empore darüber und den Lagerräumen komplett zurückgebaut und danach neu gestaltet werden: "Darüber müssen wir auch mit der Winzergenossenschaft reden", so Fath gestern im Gespräch nach dem Sitzungsabend.

Eine schriftliche Vorlage für die ATU-Mitglieder gab es am Montag für diese wichtige Bausache nicht, nicht mal eine grobe Kostenschätzung. Beschwert hat sich darüber allerdings niemand, was Fath gestern auf RNZ-Anfrage durchaus verstehen konnte: "Denn die Sache muss ja auf jeden Fall gemacht werden. Wir arbeiten gewissermaßen nur die Auflagen ab. Die Maßnahme ist alternativlos", bemühte sie das Wort der Kanzlerin. Die Kosten scheinen da offenbar eine untergeordnete Rolle zu spielen. Im Haushaltsentwurf für das nächste Jahr dürfte der Betrag auftauchen. Das ist Faths Ziel: "Denn dringlich ist der zweite Fluchtweg eigentlich schon die ganze Zeit." Mindestens seit der Verschärfung der Sicherheitsvorgaben nach der Katastrophe bei der Duisburger Love-Parade. Außerdem drängt das Landratsamt. Fath sagte also: "Wir müssen weiterkommen."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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