07.11.2014

Schriesheimer Senioren sind heiß begehrt

Als begehrter Netzwerkpartner ist der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren auch im Inklusionsprojekt der AWO Rhein-Neckar aktiv.

06.11.2014, 06:00

Schriesheim. (nip) Läuft etwas falsch in unserem Schulsystem, wenn externe Organisationen und Vereine wie der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (ASS) immer mehr Anfragen nach Unterstützung und Nachhilfe aus den örtlichen Schulen bekommen?

Eine Frage, die ASS-Vorsitzender Karl Reichert-Schüller beim letzten Infotreff des Jahres und beim letzten überhaupt im Hotel "Pfalz" in den Raum stellte. Wertungsfrei, wie er betonte, allerdings mit Verweis darauf, dass man "immer öfter absagen" müsse.

Der ASS ist ein begehrter Netzwerkpartner, das machte der Bericht des Vorsitzenden deutlich: "Wo neue Einrichtungen entstehen, sind wir immer gleich dabei." So auch im Inklusionsprojekt der AWO Rhein-Neckar, zu dem der Arbeitskreis enge Kontakte pflegt. Zuletzt fand in der Wohngemeinschaft für Menschen mit geistiger Behinderung ein Kürbisschnitzen statt, wovon Behinderte und Betreuer sehr geschwärmt hätten. "Es kommen Anfragen, was wir dort noch tun können." Ernst-Wilhelm Schaulinski sagte, man habe die Gruppe zum Stadtjubiläumskonzert mit der Big Band der Bundeswehr am 11. November eingeladen.

Zwischenzeitlich, so Reichert-Schüller weiter, hätten sich auch die beiden Schulsozialarbeiter Denise Gehrig und Udo Heidrich dem Verein vorgestellt. Hier komme "Leben in die Sache". Begeistert zeigte er sich von der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung für die Flüchtlingsfamilien aus Syrien. Neben den werktäglichen Nachmittagsangeboten für die Kinder frage die Kurpfalz-Grundschule, ob der ASS unmittelbar am "Unterricht entlang" den Kindern, die in die erste Grundschulklasse gehen, Deutsch beibringen könne.

Im Rahmen der Flüchtlingshilfe, koordiniert von Fadime Tuncer, war es dem ASS-Vorsitzenden wichtig zu betonen, dass vereinzelt negative Stimmen im Wohngebiet "Kleiner Mönch", dort, wo die Familien untergebracht sind, untergingen in der überwältigenden Hilfsbereitschaft der anderen Nachbarn.

Er informierte auch darüber, dass der Verein jetzt einen Wettbewerbsgewinn in Höhe von 3100 Euro an den Push-Verein überwiesen habe; Push und der Jugendgemeinderat wollen damit einen Grillplatz auf dem Gelände am Wiesenweg einrichten. Außerdem werde man sich beim Vorlesetag für Kinder in der Stadtbibliothek beteiligen. Erfreulich sei die steigende Zahl der Mitglieder, die aktuell bei 104 Personen liegt.

Michael Meisel, der Leiter des Alten- und Pflegeheims "Stammberg", stellte der Runde ein neues Schulungsprogramm zum Seniorenbegleiter für Ehrenamtliche vor. In vier Modulen, Start ist am 22. Januar, wird es unter anderem um die Kommunikation mit Demenzkranken gehen. Und er legte dem ASS ein Betreuungsprojekt ans Herz, das Krebspatienten in der Zeit nach einem Krankenhausaufenthalt und der sicheren Rückkehr in ihr Zuhause - dann, wenn Nebenwirkungen von Medikamenten abgeklungen sind - unterstützen soll. Hierüber wird noch zu reden sein, das machten einige Wortbeiträge deutlich. Am 17. Dezember schließlich lädt der ASS zur Weihnachtsfeier: Um 18 Uhr in der Begegnungsstätte der AWO.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung