17.12.2014

Hubschraubereinsatz über der Schriesheimer Talstraße

Von Carsten Blaue
Schriesheim. Besonders ruhig war es gestern in der Talstraße nicht. Zur Unterstützung der Hangsicherungsarbeiten kam ein Hubschrauber einer Koblenzer Fachfirma zum Einsatz, der Material zu den Baustellen brachte und gefällte Bäume samt Wurzelwerk aus den Böschungen und Grenzwäldern abflog.
Auch Stadtbaumeisterin Astrid Fath verfolgte die Flüge vor Ort. Ruhig und entspannt sei das alles abgelaufen, schilderte sie danach. Wären da nicht die Geräusche der Rotoren gewesen und die enorme Windentwicklung, die diese beim An- und Abfliegen erzeugen. Start- und Landepunkt für den Helikopter war das Bergwerksgelände. Der Parkplatz am Waldschwimmbad diente als Zwischenlager des Materials. Zudem wurde der Hubschrauber hier alle Stunde aufgetankt. Dieser flog also zu keiner Zeit mit vollem Sprit, was einen einfachen Grund hatte. Dazu Fath: "Der Hubschrauber sollte so leicht wie möglich sein, um entsprechend viel Material transportieren zu können." Bis zu zwei Tonnen können unter das Fluggerät gehängt werden.

Gewicht war auch ein Grund, warum der Helikopter überhaupt gebraucht wurde. Fath erläuterte: "Die Steinschlagschutzzäune sind bis zu 200 Kilogramm schwer. Die kann man unmöglich zu den Baustellen an den Hängen tragen." Zudem war durch diese Transportweise der Verkehr auf der Talstraße zu keiner Zeit tangiert und konnte ungestört weiterfließen.

Eigentlich sollte dieser spektakuläre Arbeitseinsatz schon in der vergangenen Woche über die Bühne gehen, doch da spielte das Wetter nicht mit. Gestern passte alles. Am Nachmittag war allerdings noch nicht ganz klar, ob der Hubschrauber auch am heutigen Mittwoch noch fliegen muss. Dann würde es noch mal etwas lauter über der Talstraße.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung