05.04.2015

Karfreitag in Schriesheim: 220 Kilo Fisch landeten in der Fritteuse

Schönes Wetter machte das Karfreitags-Fischessen des Anglervereins zum Erfolg - Rückhaltebecken weiter unklar

Schriesheim. (sk) Besser hätte es kaum laufen können für den Sportanglerverein. Schon früh am Morgen zeichnete sich ab, dass das Wetter beim Karfreitags-Fischessen traumhaft werden würde. Die Frühlingssonne beschien das Vereinsgelände und ließ die benachbarte Wiese des Hundevereins aussehen wie Fotos in einem Skandinavien-Reiseprospekt.

Hier durften die Angler wieder ihre Biergarnituren aufstellen, Floristin Marlies Edelmann spendete dazu hübsche Gestecke und Töpfchen mit Bellis. Schon bald lockten die Sonne und die milden Temperaturen die Hungrigen in Scharen zum Vereinsgelände: Es versprach, ein rekordverdächtiger Ansturm zu werden.

Dem stellten sich die Schriesheimer Angler mit einem erweiterten technischen Equipment, wie Schriftführer Günter Hofmann aufzählte: Drei Fritteusen, drei Kassen und 25 Helfer um Vorsitzenden Rainer Müller waren im Einsatz. 120 Kilo Seelachs- und etwa 100 Kilo Zanderfilets warteten im Kühlschrank auf ihre Verarbeitung: Machte etwa 600 bis 700 Portionen des knusprig ausgebackenen panierten Fischs, der mit Kartoffelsalat oder Brötchen serviert wurde.

Für die Leckereien bezahlen konnten die Besucher diesmal auch in einem kleinen Containerhäuschen, sagte Hofmann: "Denn letztes Jahr ist uns am Morgen das Kassenzelt im Wind davongeflogen." Nach den stürmischen oder regnerischen Karfreitagen der vergangenen Jahre hatte sich der Verein auf das Schlimmste vorbereitet. Was dann aber glücklicherweise ausblieb.

Neu war diesmal das Nachtisch-Angebot: Obst-, Käse- oder Schokoladenkuchen waren in einem Partyzelt aufgebaut, dazu gab’s Kaffee. "Wir wollten mal ausprobieren, ob das funktioniert", sagte Hofmann. Noch in diesem Monat soll bei den Anglern wieder die Saison beginnen, geplant ist das "Anfischen" in Neckargemünd. Als nächstes plant eine Gruppe im Verein einen Vatertagsausflug an den Hopfensee im Allgäu, und auch mit den 15 Jugendlichen soll es wieder Fahrten an die Seen der Umgebung geben. Soweit, so schön.

Wäre da nicht das "Reizthema" Rückhaltebecken. Nachdem es vor drei Jahren trockengelegt und dann wieder angestaut wurde, wollten die Schriesheimer Angler dort wieder neue Bachforellen einsetzen. Drei bis vier Jahre dauert es, bis die Tiere ihre volle Größe erreicht haben und geangelt werden können. Allerdings, so Schriftführer Hofmann, sei auch nach mehreren Anfragen nicht geklärt, ob das Becken ein weiteres Mal ausgeb

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung