22.04.2015

"Das hier ist eine wunderbare Sache"

BPD investiert 14 Millionen Euro - Bis Ende 2016 sollen die sieben Häuser im KfW 70-Standard mit ihren Zwei- bis Vierzimmerwohnungen bezugsfertig sei

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Der Aushub für die Tiefgarage ist schon länger in vollem Gange. Am gestrigen Donnerstag aber hat der Bau von 55 weiteren Eigentumswohnungen im nördlichen Bereich des OEG-Areals, zwischen Bahnhof- und Theodor-Körner-Straße, mit dem Spatenstich offiziell begonnen. Der Investor ist derselbe wie im Wohnquartier "Vital" zwischen dem neuen Raiffeisenmarkt und dem Ärztehaus "Medicum". Allerdings hat sich der Immobilienentwickler Bouwfonds inzwischen einen anderen Namen gegeben und firmiert jetzt unter BPD Immobilienentwicklung GmbH. Nach 13,5 Millionen Euro im ersten Abschnitt, investiert diese in Schriesheim nun 14 Millionen Euro für das Quartier, das sie "SchillerPLATZ" nennt.

Bis Ende 2016 sollen die sieben Häuser im KfW 70-Standard mit ihren Zwei- bis Vierzimmerwohnungen bezugsfertig sein. Ebenso wie die Gebäude aus dem "Vital"-Gebiet werden diese von der Besigheimer Bauunternehmung Karl Köhler errichtet. Auch bei der Vermarktung hält die BPD an ihrem bisherigen Partner, der Schriesheimer IMC Immobilien GmbH, fest. Makler Gerhard Becker teilte mit, dass bereits zwei Drittel aller 55 Wohnungen vor ihrem Bau verkauft worden seien. Angebotsschwerpunkt - und das ist das Besondere an diesem Projekt - liegt beim Betreuten Wohnen mit allein 25 Einheiten. Wer möchte, kann hier auf die Dienstleistungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Rhein-Neckar zurückgreifen.

"Das hier ist eine wunderbare Sache für uns", sagte der Leiter der BPD-Niederlassung Stuttgart, Antonius Kirsch. "Ich erinnere mich noch daran, als wir losgelegt haben." Das war im Januar 2013. Damals war beim Spatenstich für die 45 Eigentumswohnungen und die Kinderkrippe im "Vital"-Quartier eher Schneeschippen angesagt, "und außerdem mussten sich die Partner erst zusammenfinden", beschrieb Kirsch im RNZ-Gespräch die Lage vor gut zwei Jahren. Doch gestern schien die Sonne über dem Baustart für das Areal "SchillerPLATZ", und auch Kirsch strahlte: "Heute ist das alles einfacher."

Noch etwas weiter zurück blickte Bürgermeister Hansjörg Höfer. Im Jahr 2006 habe die MVV OEG AG mitgeteilt, dass sie ihre "Brache" rund um den Schriesheimer Bahnhof nicht mehr brauche. Auf Basis des besten Entwurfs im städtebaulichen Ideenwettbewerb sei auf dem OEG-Areal Hochwertiges entstanden, so Höfer. Kirsch habe sich in den Beratungen und Absprachen stets als verlässlicher Partner gezeigt: "Sie stehen zu Ihrem Wort." Die Gebäude im Areal "SchillerPLATZ" würden den gleichen Stil haben wie die Häuser in "Vital", so der Rathauschef. Wenn das neue Quartier fertig sei, würden in den Neubauten längs der Schillerstraße 500 Bürger leben und arbeiten. Umso wichtiger sei der neu geschaffene Platz mit seiner Aufenthaltsqualität: "Und sogar Gastronomie haben wir hier", zeigte Höfer zum "Doppio Gusto" und zum Restaurant "EssenZzeit".

Mit Blick auf die Bautätigkeit erinnerte er an die Belastungen der Anwohner schon im ersten Bauabschnitt. Aber die Baufirma Köhler habe alles für ein gutes Miteinander getan: "Ich gehe davon aus, dass das jetzt wieder genauso sein wird", so der Bürgermeister.

Für die AWO sprach Kreisgeschäftsführer Manfred Weißkopf: "Der Bedarf für das Betreute Wohnen ist da, und er wird weiter steigen". Die Betreuungsmöglichkeit biete ein "Netzwerk für Sicherheit", dennoch bleibe die Selbstständigkeit gewahrt. Entscheidend sei auch das Wohnumfeld: "Betreutes Wohnen", so Weißkopf, "sollte nie am Rand, sondern immer mittendrin sein." Entsprechend positiv bewertete er die Lage des neuen Quartiers und den kürzlich erst eröffneten Platz am OEG-Bahnhof.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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