13.08.2015

Schriesheimer Stadtbaumeisterin ist für Fußgängerzone

Das Einkaufsverhalten in der Heidelberger Straße würde sich ändern - Schriesheimer BDS vertritt aber eine andere Position

Ein Abschnitt als Fußgängerzone? Astrid Fath in der Heidelberger Straße. Foto: Peter Dorn

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Im Zuge der Kanalsanierung und anschließenden Neugestaltung der Heidelberger Straße im Bereich zwischen Tal- und Kirchstraße plädiert Stadtbaumeisterin Astrid Fath für die Einrichtung einer Fußgängerzone: "Dadurch würde man bei den Kunden ein anderes Einkaufsverhalten erzeugen. Sie könnten ungestört vom Autoverkehr flanieren."

Zudem wäre eine Außenbestuhlung, etwa beim Geschäft "Divino", leichter möglich, ohne auf die Abgrenzung vom Autoverkehr achten zu müssen. Fath betonte, dass selbst bei einer Fußgängerzone der Anliefer- und Anliegerverkehr bis zu einer bestimmten Uhrzeit am Morgen gewährleistet bleiben würde. Nach Ansicht der Stadtbaumeisterin wäre eine Fußgängerzone ab dem Restaurant "Goldener Hirsch" am besten: "Denn der Schulhof wäre über die Schulgasse weiterhin für Autos zu erreichen."

Fath sieht die Notwendigkeit, auf die sich verändernde Mobilität der Gesellschaft gerade auch in einer Einkaufsinnenstadt zu reagieren: "Zum Beispiel sind immer mehr E-Bikes unterwegs. Auch auf diese sowie auf eine fußgängerfreundliche Gestaltung von Einkaufsstraßen muss man in Zukunft achten", sagt Fath. Sie kündigte schließlich an, dass es eventuell eine Verkehrstagesfahrt zu diesem Thema im Herbst geben könnte.

Die Stadtbaumeisterin vertritt hier eine gänzlich andere Position als etwa der Vorsitzende des Schriesheimer Bundes der Selbstständigen (BDS), Rolf W. Edelmann. Dieser hatte erst am Samstag im RNZ-Interview gesagt: "Verkehr in der Heidelberger Straße bedeutet Kundschaft, und die brauchen wir. Nichts wäre hier schlimmer als eine tote Fußgängerzone."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung