16.09.2015

In der Schriesheimer Innenstadt entsteht ein neuer Platz

Ein Projekt von Gemeinde und Stadt: In der Kirchstraße haben die Bauarbeiten am Außengelände der evangelischen Kirche begonnen

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Die evangelische Kirche öffnet sich nach außen. Nach ihrer umfassenden Sanierung im Inneren und der Umgestaltung des alten Gemeindehauses zum Begegnungszentrum "mittendrin" haben jetzt auch die Arbeiten am Außengelände längs der Kirchstraße begonnen. Bis voraussichtlich Ende November soll hier eine neue, offene Platzsituation entstehen - ohne trennende Mauern, Hecken oder parkende Autos. "Wir begrüßen diese Öffnung in den öffentlichen Raum", sagte Bürgermeister Hansjörg Höfer gestern bei der Vorstellung der Planung. Das Ganze ist auch ein gemeinsames Projekt von Kirchengemeinde und Verwaltung: "Wir arbeiten hier gut zusammen", so Höfer.

Die Stadt übernimmt den Abriss der Mauer, die bisher den erhöhten Kirchenvorplatz von der Straße trennte. Sieben Autos konnten hier parken. Diese Stellplätze fallen weg und werden direkt gegenüber des Parkplatzes vor dem Gemeindehaus Ost in gleicher Anzahl neu angeordnet. Auch das geschieht mit kommunalen Haushaltsmitteln. Schließlich wird die Stadt zwei Stelen an der Kirchstraße bezahlen, die eine Art Stadteingang an eben jener Stelle definieren sollen, wo die alte Stadtmauer durchbrochen ist. Die Kosten für das alles: 200 000 Euro.

Die Kirchengemeinde gibt für ihren Teil 330 000 Euro aus. Dazu gehört eine offene, zwei- bis dreistufige Podesttreppe, die die alte Mauer an der Kirchstraße ersetzt. Dazu gehört auch die Gestaltung des Kirchenvorplatzes, der mit einem sandfarbenen Belag aus portugiesischem Granit ausgelegt werden soll. Auch Bänke und eine ansprechende Beleuchtung werden nicht fehlen. Zudem wird es Handläufe an den Kircheneingängen geben und ein "Stehgeländer" oberhalb der neuen Parkplätze. Die Linde und die Magnolie vor der Kirche sollen erhalten bleiben. Darüber hinaus werde der Pflasterbelag der Kirchstraße nicht erneuert, so Stadtbaumeisterin Astrid Fath, sodass der Verkehr hier während der Bauzeit ungehindert weiterfließen könne.

Über die Pläne informierte der beauftragte Garten- und Landschaftsarchitekt, Friedhelm Natzschka, aus dem Walldorfer Büro Spang.Fischer.Natzschka, das schon die neue Ortsmitte in Altenbach konzipiert hat. Er sagte, offen gestaltete Plätze stünden heute für eine hohe Aufenthaltsqualität, die für Städte wichtig sei.

"Wir wollen eine einladende, offene Kirche sein", bekräftigte Kirchengemeinderat Thomas Rufer die Motivation, "jetzt noch mal Geld in die Hand zu nehmen." Man habe "innen und außen" schon im Rahmen der Kirchensanierung gemeinsam im Blick gehabt, sagte Pfarrerin Suse Best. Auf die Frage, ob künftig also auch Gottesdienste im Freien vor der Kirche denkbar seien, lächelte sie und nickte.

Ihr Kollege Lothar Mößner sah in der künftigen Platzgestaltung nicht nur Vorteile für die Kirchengemeinde: "Der Wochenmarkt kann in der Kirchstraße eine Aufwertung erfahren." Auch "Schriesheim jazZt" könne profitieren. Rufer brachte zudem einen Weihnachtsmarkt ins Spiel.
Astrid Fath, Hansjörg Höfer, Thomas Rufer, Friedhelm Natzschka, Lothar Mößner und Suse Best (v. l.). Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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