13.11.2015

Städtetag: Milliarden-Investitionsstau bei Schulen gefordert

In vielen Schulen sieht es genauso aus wie vor 30 oder 40 Jahren. Dabei hat sich Schule enorm verändert, vor allem unter Grün-Rot. Für den Wandel sehen die Kommunen die Schulbauten nicht gerüstet.



Stuttgart/Schriesheim. (dpa) Viele Schulbauten aus den 70er Jahren genügen den Ansprüchen an moderne Pädagogik und Technik nicht mehr. Der Städtetag beziffert deshalb den Sanierungsstau an den Südwestschulen auf drei bis vier Milliarden Euro.

So brauche Schriesheim den Angaben zufolge 50 Millionen Euro für Anpassungen der Technik und des Brandschutzes an neue Vorschriften sowie für Barrierefreiheit ihres Schulzentrums. In Aalen wiederum rechnet man mit 40 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren, um die Schulen dort auf Vordermann zu bringen.

Dies können die kommunalen Schulträger nach Überzeugung des Verbandes nicht alleine stemmen. Energetische Verbesserungen, moderne Haustechnik oder Räumlichkeiten für Ganztagsbetrieb stehen auf der Agenda. "Zug in den Unterricht sollen die Lehrer bringen, aber nicht die undichten Fenster", sagte Städtetagsdezernent Norbert Brugger. Dem Verband meldeten allein 64 Städte einen Bedarf von 1,4 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren.

"Es geht dabei nicht um unterlassenen Bauunterhalt", erklärte die Geschäftsführerin des Verbandes, Gudrun Heute-Bluhm. Das Land müsse ein Programm für Schulbaumodernisierung auflegen. "Das muss in die Wahlprogramme der Parteien rein", sagte sie.

Detlef Schreiber vom Bauamt der Stadt Schriesheim begutachtet die Außenfassade des Kurpfalz-Schulzentrums. Foto: Uwe Anspach/dpa

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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