14.03.2016

Mathaisemarkt Schriesheim: Ausklang bei Bilderbuchwetter

Ein "weitgehend ruhiger" Mathaisemarkt ging gestern zu Ende - Sicherheits- und Rettungskräfte mit guter Bilanz

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Sonnig und warm klang der Mathaisemarkt gestern aus, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das Fanfarenzugtreffen lockte noch mal 32 000 Besucher in die Stadt. Verbunden war es mit einer Ausstellung von historischen Schleppern und Landmaschinen im Unteren Schulhof. Ein Programmpunkt, der sich spätestens mit dem gestrigen Tag etabliert hat. Später fuhren die Oldtimer-Traktoren hinter dem Umzug der Fanfaren- und Spielmannsgruppen durch die Straßen der Innenstadt. Grandios war auch das große Feuerwerk voller neuer Effekte, das abends an der Strahlenburg gezündet wurde. Wenige Stunden zuvor zogen Polizeipostenleiter Dirk Bachmann, Feuerwehrkommandant Oliver Scherer und die Bereitschaftsleiterin des Roten Kreuzes, Stefanie Zöllner, eine positive Bilanz des Volksfestes. Sie sprachen von einem "weitgehend bis sehr ruhigen" Mathaisemarkt, der dieses Jahr knapp über 100 000 Besucher anzog, rund 23 000 weniger als im Vorjahr.

Dies ist dem verregneten ersten Wochenende geschuldet. Dagegen waren die letzten drei Festtage insgesamt stark. Am Freitag kamen 13 000 Gäste (minus 4000 im Vergleich zu 2015), am Samstag 18 000 (minus 3000). Dafür waren gestern doppelt so viele Besucher auf den Beinen wie im Vorjahr. Montag und Dienstag blieben mit 11 000 Besuchern konstant.

Am zweiten Wochenende gab es eine Körperverletzung, eine Beleidigung gegen einen Polizisten, zwei Jugendliche, die mit Marihuana erwischt wurden, sowie einige Graffiti-Schmierereien. Davon war auch ein Streifenwagen betroffen. Darüber hinaus griffen die Jugendschutzkontrollen. Die Jugendsachbearbeiter der Polizei kontrollierten 90 Minderjährige und stellten in 50 Fällen alkoholische Getränke sicher. Die im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöhte Polizeipräsenz habe sich bewährt, so Bachmann.

Zöllner bilanzierte insgesamt 50 Patienten, davon 13 Betrunkene. Am meisten war das Rote Kreuz an diesem Samstag gefordert, als alleine neun Besucher Hilfe brauchten. Es war noch einmal ein ganz starker Tag des Volksfests. In den Straußwirtschaften herrschte Riesenstimmung, vor dem Zehntkeller bildeten sich ebenso Schlangen wie vor dem Festzelt, die bis zum Kassenhaus des Riesenrads reichten.

Und dennoch sei die Stimmung nicht aggressiv gewesen, stellten Scherer, Zöllner und Bachmann fest. "Auch nicht im Festzelt", unterstrich der Polizeipostenleiter. Die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der neuen Festwirtin Ilona Böhm sei ebenfalls "sehr gut" gewesen. Lob gab es zudem für die Straußwirtschaften. Diese hätten sich zur Sperrstunde stets zügig geleert, so Bachmann. Das bestätigte Scherer, dessen Kameraden aus Schriesheim, den Ortsteilen und Ladenburg insgesamt 834 Stunden Sicherheits- und Bereitschaftsdienste leisteten.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung