22.09.2016

Schriesheim: Weinlese des Jahrgangs 2016 startet

Die Winzergenossenschaft begann die Weinlese des Jahrgangs 2016 am MIttwoch mit Dornfelder, ab Montag ist der Müller-Thurgau dran

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Am Mittwochmittag ist am Kelterhaus noch nicht viel los. Thomas Rell und Steffen Gaber vom Kelterhausteam haben Zeit, in Ruhe eine Garderoben-Stange für die Tür zum Aufenthaltsraum zusammenzuschrauben: "Du bist viel zu früh", sagt Rell. Zwar ist am Mittwoch der erste Lesetag der Schriesheimer Winzergenossenschaft (WG). Doch sie stürzt sich dieses Jahr nicht in die Weinernte. Dazu besteht keine Notwendigkeit.
Es hagelt ja nicht wie im vergangenen Jahr. Langsam geht’s an mit 56 Edelstahlbottichen Dornfelder. Heute ist St. Laurent dran, und erst am nächsten Montag geht es in die Vollen, wenn das Herbsten des Müller-Thurgau beginnt - auch mit dem Vollernter von Werner Bauer, der wieder von seinem Heidelberger Weingut Dachsbuckel anrollt: "Wir wollen aber zunächst die kommenden Sonnentage noch nutzen", sagt WG-Geschäftsführer Harald Weiss.

Gesundheit ist auch bei Trauben das Wichtigste

Er freut sich gestern über das, was er in den Bottichen sieht. Der angelieferte Dornfelder sei kerngesund: "Und das ist das Wichtigste." Im Schnitt hat er ein Mostgewicht zwischen 70 und über 80 Grad Öchsle. Auch damit ist Weiss zufrieden. Zumal gegen 17 Uhr noch längst nicht alles angeliefert ist.

Hartmut Haas hat zuvor sechs Bottiche angemeldet, Christel Koch fünf, Rigo Röger drei, Bernd Brand einen, Werner Morast neun und Winfried Krämer genau 32: "Und von denen sind bis jetzt gerade mal zwei da", so Weiss. Keine Eile eben. Ruhe strahlt auch Haas aus. Zwar hat er gestern Morgen schon um 9 Uhr mit der Lese im Kuhberg begonnen und ist gegen Mittag fertig: "Aber wir haben es dabei ruhig angehen lassen." Weiss ist sicher, dass letztlich zwei voll beladene Lastwagen vom Hof des Kelterhauses rollen werden, um den Dornfelder zum Badischen Winzerkeller nach Breisach zu bringen.

Hier wird die Sorte zu Qualitätswein ausgebaut. Ein Teil kommt ins Barrique, ein weiterer wird gemeinsam mit dem St. Laurent von heute für roten Schriesecco gebraucht. Außerdem wird aus dem St. Laurent natürlich der "No. 1". Und auch von dieser Sorte lässt die WG eine Partie im Barrique reifen. Und dieser sollte man ebenfalls genug Zeit und Ruhe geben. Beides könnten auch die Winzer bei der Ernte des Jahrgangs 2016 gut gebrauchen, und zwar nicht nur jetzt am Anfang.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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