22.03.2017

Schriesheimer Begegnungszentrum nach Berlin zur Ministerin geladen

Das Begegnungszentrum "mittendrin" war beim Auftakt des Bundesprogramms "Mehrgenerationenhaus" in Berlin vertreten

Schriesheim/Berlin. (fjm) Als Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Ende des Tages ihr Geschenk erhielt, war das Begegnungszentrum "mittendrin" bereits dabei: Bei der Auftaktveranstaltung zum Bundesprogramm "Mehrgenerationenhaus" (MGH) in Berlin bekam die zweifache Mutter von den Mitarbeitern der deutschlandweit rund 550 Einrichtungen ein kleines Kinderhaus aus Karton - mit Fotos der Mehrgenerationenhäuser, zu denen seit Kurzem auch das "mittendrin" gehört.

"Mit ihren Kindern hat sie bestimmt gute Verwendung dafür", sagte Florian Mersi, der als Vertreter des Begegnungszentrums in die Hauptstadt gereist war. Man habe Schwesig angemerkt, dass ihr Mehrgenerationenhäuser ein echtes Anliegen seien: "In dieser Sache war sie sehr authentisch und klar."

Das Begegnungszentrum "mittendrin" wird über das Bundesprogramm bis 2020 mit 40.000 Euro gefördert, womit vor allem die hauptamtlichen Leiterinnen der Einrichtung, Sarah Strohhäcker und Christine Vierling, bezahlt werden. 30.000 Euro kommen vom Familienministerium, 10.000 Euro von der jeweiligen Kommune. Dem hatte in Schriesheim der Gemeinderat im Dezember zugestimmt. Diese langfristige Förderung sei nicht selbstverständlich, so Mersi: "Normalerweise gibt es für so etwas nur eine Anschubfinanzierung."

Zum Auftakt des Programms waren Vertreter aller geförderten Einrichtungen nach Berlin eingeladen worden - nicht nur, um Schwesig zuzuhören, sondern auch, um sich untereinander auszutauschen. Die Vertreter der Mehrgenerationenhäuser wurden dabei nach Ähnlichkeit ihrer Kommunen eingeteilt: Schriesheim zum Beispiel ist laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ein "Typ 3", eine "prosperierende Kommune im Umfeld eines dynamischen Wirtschaftszentrums".

Er habe den Austausch in dieser Gruppe als sehr bereichernd empfunden, sagte Mersi. Innerhalb der Kleingruppen wurden ähnliche Herausforderungen identifiziert und Lösungsansätze diskutiert - zum Beispiel, wie man unterschiedliche Milieus am besten erreichen kann. Als konkrete Vorschläge habe er handwerkliche Angebote und das Auslegen einer Vielzahl von Zeitungen und Zeitschriften mitgenommen.

"Es ist schade, dass niemand von der Stadt Schriesheim mit dabei war", fand der ehrenamtliche Helfer. Aus anderen Kommunen seien Vertreter der Verwaltung oder auch Bürgermeister zur Veranstaltung gekommen. "Da konnte man wirklich sehen, warum Mehrgenerationenhäuser so wichtig sind."

Ihm würden Vortrag und Austausch in guter Erinnerung bleiben, sagte Mersi: "Wir werden auch auf jeden Fall mit den anderen Einrichtungen in der Austauschgruppe in Kontakt bleiben."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung