04.08.2017

Talhof braucht auch nach der Renovierung Unterstützung

Christiane Haase und Sigfried Schlüter von der CDU sprachen mit Einrichtungsleiter Günther Förster über Spendenbedarf

Siegfried Schlüter und Christiane Haase (v.l.) besuchten Günther Förster im Gelben Haus. Foto: Dorn

Schriesheim. (capa) Mehr als nur Blumen fürs Gelbe Haus: Im frisch renovierten Gebäude auf dem Talhof lebt neben der Männerwohngemeinschaft auch eine Frauen-WG, die Christiane Haase von der Frauen Union und Siegfried Schlüter (CDU) kürzlich besuchten. Ihre Mitbringsel stellten sie im Speisesaal auf, um den Bewohnern eine kleine Freude zu machen. Vor allem aber wollten sie im Gespräch mit Einrichtungsleiter Günther Förster erfahren, wie sie den Talhof in Zukunft unterstützen können.

Die Möglichkeiten dazu sind unterschiedlich, wie Förster ausführte: In der Frauen-WG zum Beispiel fehle noch die passende Möblierung zum neuen Balkon, damit könne den Frauen dort eine Freude gemacht werden. Eine längerfristige Unterstützung hingegen wäre eine Spende für die Auszubildenden. Gerade vor ein paar Tagen habe eine Bewohnerin ihre Tischlerausbildung erfolgreich abgeschlossen, wie Förster freudig berichtete. Zusätzliche Gelder seien eine große Hilfe, um Ausbildungen in der Schlosserei, der Tischlerei, der Gärtnerei oder in der Hauswirtschaft finanzieren zu können. Die Beschäftigung in den Werkstätten gibt den Bewohnern nicht nur eine sinnvolle Aufgabe, sondern auch eine feste Alltagsstruktur und verbessert das Selbstwertgefühl.

Schriesheimer Unternehmen können hier verschiedenste Arbeiten in Auftrag geben, auch Bürger können auf dem Talhof ihre Einkäufe tätigen. Immer wieder gibt es Freizeitprojekte für Frauen, wie zum Beispiel ein Selbstverteidigungskurs in Zusammenarbeit mit der Polizei, hierbei könnte auch die Frauen Union unterstützend tätig werden.

Probleme gebe es teilweise auch in der medizinischen Versorgung: Einige Frauen würden eine kostspielige Zahnsanierung benötigen, die die Krankenkassen nicht übernähmen, so Förster. Spendenbeträge könnten auch dafür eingesetzt werden.

Christiane Haase interessierte sich unter anderem dafür, ob in der Einrichtung von Altersarmut betroffene Senioren leben und aus welchen Städten die Bewohner stammen. Die Masse sei zwischen 30 und 50 Jahre alt, so Förster, Altersarmut spiele daher keine große Rolle. Die Hilfesuchenden stammen aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis und können ab einem Alter von 18 Jahren im Talhof aufgenommen werden, bis eine Pflegebedürftigkeit eintritt.

Dann würden andere Einrichtungen wie Alten- oder Pflegeheime hinzugezogen. Wie ihre Unterstützung konkret aussehen wird, will Christiane Haase nun in der Frauen Union näher besprechen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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