22.08.2017

Schriesheimer Kerwe und Straßenfest: Die Lücken im Rundgang werden gefüllt

In zwei Wochen steigen Straßenfest und Kerwe - Neues Angebot in Oberstadt - Fast 300 Flohmarktstände

Von Frederick Mersi

Schriesheim. Für Michael Mittelstädt ist es das erste Mal: Als stellvertretender Bürgermeister hat er zum Pressegespräch zwei Wochen vor Straßenfest und Kerwe eingeladen, das Programm erläutert aber Dominik Morast vom Ordnungsamt. Der hat gute Nachrichten: "Die Grüne Liste hat endlich die Lücke im Rundgang geschlossen." Wo früher der Fanfarenzug zum Verweilen einlud, wird in diesem Jahr das "Maximahl" zu finden sein: Die Bistronauten, das Weingut Rosenhof und die Lobdengau-Brauerei aus Ladenburg bieten dort unter der Regie der Wählervereinigung unter anderem Burger, Bier und Wein aus der Region an. Dazu gibt es akustische Musik auf einer kleinen Bühne.

"Wir wollen dort ein gemütliches Eck einrichten", sagte GL-Fraktionschef Christian Wolf gestern auf Nachfrage, "und wir werden dort kein einziges Wahlkampfplakat aufstellen." Dominik Morast vom Ordnungsamt freut sich, dass der Bereich um die Linde wiederbelebt wird. Damit wird auf dem gesamten Rundweg vom "Kraftbrunnen" der KSV-Ringer über den Sportangelverein, den Jazz-Point mit der gegenüberliegenden "OBARstadt 8" bis zu Bierwagen und DJ-Bühne im Oberen und dem Weindorf im Unteren Schulhof etwas geboten.

Auch beim Flohmarkt werden die Lücken dieses Jahr nur vereinzelt zu sehen sein, zeigte sich Irmgard Mohr, Vorsitzende des Verkehrsvereins, optimistisch. "Wir haben bisher knapp 300 Stände vergeben", lautete ihre Zwischenbilanz. Am heutigen Samstagvormittag besteht von 11 bis 13 Uhr die letzte Möglichkeit, einen der etwa 40 übrigen Plätze zu ergattern.

Betonsperren bisher nicht geplant

"In der Nähe der Bühne am Alten Rathaus sind noch ein paar Plätze frei", so Mohr. Die besonders beliebten Standorte in Friedrich- und Kirchstraße waren als erste ausgebucht. Dort wird es - trockenes Wetter vorausgesetzt - am Samstag, 2. September, wieder eng werden. Trotz der in Europa steigenden Zahl von Terror-Anschlägen mit Lastern und Lieferwagen sind bisher keine Betonsperren wie während des Mathaisemarkts geplant. "Das wird aber in Abstimmung mit der Polizei in Erwägung gezogen", sagt Morast, "gerade vor dem Hintergrund der Ereignisse in Barcelona." Mittelstädt bekräftigt dies: "Wenn die Notwendigkeit gesehen wird, werden sie aufgestellt." Ansonsten werden die Polizisten ähnlich präsent sein wie in den Vorjahren.

Das Rote Kreuz wird ebenfalls mit sechs Einsatzkräften auf Streife sein. Wie diese erreichbar sind, kann dieses Jahr erstmals an jedem Stand und jeder Bühne auf einem Schild mit Notfallnummern nachgelesen werden. "Dann ist der Streifendienst in kürzester Zeit vor Ort", sagt Morast. Auch ein Sicherheitsdienst ist im Einsatz, hauptsächlich um gegen sogenannte "Wildpinkler" vorzugehen.

Ansonsten macht man sich im Rathaus keine allzu großen Sorgen um die Sicherheit, denn im Gegensatz zum Mathaisemarkt kommen am ersten Septemberwochenende vor allem Schriesheimer, um in der Altstadt und auf dem Festplatz zu feiern. Letzterer ist für den Kerweaufbau bereits ab Freitag, 25. August, gesperrt. Auf dem Weg vom Rummelplatz zum Weindorf kann man auch das Motiv des diesjährigen Straßenfest-Buttons von Karl-Heinz Schulz erblicken: die Schulgasse in Richtung Osten.

"Alle anderen Motive haben wir durch", sagt er. Gut sieht der Anstecker trotzdem aus, zu haben gibt es eines der 300 Exemplare beim Stand des Verkehrsvereins für einen Euro. Für 2,50 Euro gibt’s einen Secco obendrauf.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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