22.09.2017

Stadt will ehemalige Kreisunterkunft kaufen

Gebäude in der Carl-Benz-Straße 23 soll für kommunale Anschlussunterbringung genutzt werden

21.09.2017, 06:00 Uhr

Schriesheim. (fjm) Die Stadtverwaltung spricht sich für einen Kauf der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft des Rhein-Neckar-Kreises in der Carl-Benz-Straße aus. Das geht aus den Unterlagen zur nächsten Sitzung des Gemeinderats am kommenden Mittwoch hervor. Das Gebäude war Ende Januar durch einen Brand unbewohnbar geworden und stand seitdem leer. Zuvor hatten dort bis zu 80 Geflüchtete gewohnt, Einzelpersonen und Familien.

Nach einem Umbau des Hauses, zu dem bisher noch keine konkreten Pläne vorliegen, sollen dort nach dem Willen der Verwaltung bis zu 40 Menschen in kommunaler Anschlussunterbringung wohnen. Das würde der Zahl entsprechen, die in Schriesheim laut Zuteilungsquote des Kreises im laufenden Jahr noch untergebracht werden muss. Der Kreis, aktuell immer noch Mieter des Hauses, und der Eigentümer haben ihre Bereitschaft zu einem Verkauf an die Stadt signalisiert. Der Kaufpreis wird am Mittwoch nicht-öffentlich behandelt.

Fadime Tuncer, Leiterin der Flüchtlingshilfe und Stadträtin der Grünen Liste, befürwortet das Vorhaben grundsätzlich: "Da das Gebäude anders aufgeteilt wird, gefällt mir das gut." Sie plädiere aber dafür, nicht mehr als zwei Menschen in einer Wohngemeinschaft unterzubringen: "Mehr finde ich in der Anschlussunterbringung nicht vertretbar."

In der ersten Gemeinschaftsunterkunft der Stadt im Dossenheimer Weg 68 sind es bis zu vier Menschen pro Zimmer, dort läuft das Zusammenleben laut Tuncer bisher gut: "Es sind aber auch fast alle mit Integrationskursen, Arbeit und Praktika beschäftigt."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung