11.01.2018

Schriesheim: Rätselhafter Alarm hielt Anwohner wach

Durchsage-Anlage im Schulzentrum lief nach Feuerwehr-Einsatz am Sonntagmorgen einfach weiter

Schriesheim. (fjm) Kurios endete ein Routine-Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen: Um kurz vor 3 Uhr nachts wurden die Einsatzkräfte wegen eines Feueralarms in das Kurpfalz-Schulzentrum in der Hirschberger Straße gerufen. Dort hatte im Bereich der Realschule ein Rauchmelder ausgelöst - ohne Grund, wie sich nach dem Eintreffen der Feuerwehr herausstellte. Die Einsatzkräfte stellten die Anlage wieder zurück. So weit, so gut.

Doch obwohl die Brandmeldeanlage vor Ort und auf der Leitstelle in Ruhe war, lief die elektroakustische Alarmanlage (ELA) im gesamten Schulzentrum weiter und wechselte auch die Bereiche, die beschallt wurden. Mittlerweile häuften sich laut Feuerwehr-Angaben die telefonischen Beschwerden der Anwohner bei der Polizei.

Die Feuerwehrleute klingelten deshalb Detlef Schreiber vom Stadtbauamt aus dem Schlaf, der vor Ort bei der Lösung des Problems helfen sollte. Zunächst wurde versucht, eine der Sirenen abzuklemmen, was nicht den nötigen Erfolg brachte. Schließlich kam man auf die Idee, die Beschallungsanlage des Schulzentrums zu kontrollieren. Schon beim Betreten des Zimmers stellten die Einsatzkräfte große Wärme in dem Raum fest, beim Öffnen des Schrankes der Steuereinheit wurde es noch wärmer.

Zunächst meldete die Feuerwehr, die Überhitzung sei der Grund für die Fehlfunktion der Anlage gewesen. Auf Anfrage erklärte Kommandant Oliver Scherer am Montag, das System sei lediglich umprogrammiert worden: "Früher wurde die gesamte Anlage abgeschaltet, wenn wir das übers Feuerwehr-Bedienfeld getan haben." Jetzt müsse die ELA dagegen separat ausgeschaltet werden.

Detlef Schreiber vom Stadtbauamt sagte gestern dagegen, dass es keine Umprogrammierung gegeben habe. "Die Durchsageanlage ist einfach so geschalten, dass sie weiterläuft", so Schreiber, "die Feuerwehr ist jetzt darüber informiert." Künftig sollen die Anwohner bei nächtlichen Fehlalarmen also früher wieder zum Schlafen kommen, als dies in der Nacht zum Sonntag der Fall war.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung