27.05.2003

Nur das Wetter tanzte nicht mit

Volkstanz unter der Linde - Eintracht lud Volkstanzgruppen der Region zum großen Reigen in den Schulhof


REGIONAL - BERGSTRASSE 27.05.2003


Nur das Wetter tanzte nicht mit
Volkstanz unter der Linde - Eintracht lud Volkstanzgruppen der Region zum großen Reigen in den Schulhof

Auch wenn der kleine Mann links mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt ist, so konnten die Volkstanzgruppen aus der Region am Sonntagmittag im Strahlenberger Schulhof die Besucher begeistern - nur das Wetter tanzte aus der Reihe. Fotos: Dorn

Schriesheim. (Si) Die Schriesheimer Eintracht ist unter den Vereinen der Schriesheimer Brauchtumspflege eine absolute Wucht. Das bewies sich wieder beim Volkstanztag am Sonntagmittag. Leider drehte das launische Maiwetter Kapriolen statt sich im Tanz einzureihen.

Was, schon wieder Mathaisemarkt? Nein, der kleine Umzug Richtung Schulhof, mit dem Fanfarenzug vorne weg, gefolgt von bunten Trachtenzügen, das war der Einzug der Volkstanzgruppen, die sich alsbald unter der Linde im Strahlenberger Schulhof einfanden.

Es fing ganz toll an, der Volkstanz unter der Linde, den der MGV Eintracht arrangiert hatte. Weinkönigin Christina begrüßte neben der Kinder- und Erwachsenen- Volkstanzgruppe des Veranstalters, auch den Sing- und Volkstanzkreis Leutershausen (Leitung: Jürgen und Marietta Gustke), der mit der Kindertanzgruppe und den Großen nach Schriesheim gekommen war, ebenfalls die Volkstanzgruppe Dossenheim mit Werner Allmann an der Spitze, aus dem nahen Odenwald war die Volkstanzgruppe "Nieder-Liebersbacher Kerwe" samt Kindergruppe mit ihrer Leiterin Heike Keil erschienen und auch von weiter her waren Gäste , die Freunde aus Winterstätten in Oberschwaben, zur Eintracht gekommen.

Liselotte Orthmann, die für die Eintracht- Gruppe verantwortlich zeichnet, freute sich, dass erstmals vier Gruppen zusammen den Eröffnungstanz gestalteten - gemeinsam hatten sie die "Kieler Sprotte" einstudiert. Unter der Linde hatten sich die Schriesheimer alsbald versammelt und freuten sich über die Vielfalt der bunten Kostüme und die volkstümlichen Tänze der großen und kleinen Akteure.

Nur einem gefiel die Freiluft Darbietung offenbar nicht - Petrus musste, da ihm offenbar nichts Besseres einfiel, ausgerechnet an diesem Nachmittag, nach einem trockenen Einstand, noch Nieselregen schicken. So zogen sich die Leute nach und nach in den Zehntkeller zurück. Auch der Männerchor der Eintracht bot dann noch Kostproben seines Könnens. Dem Wetter zum Trotz machten die Freunde der volkstümlichen Musik das Beste aus dem ansonsten gelungenen Nachmittag, nach dem Motto der Einträchtigen, wonach Musik und Tanz zu den schönsten Künsten zählen. Und im Zehntkeller, man weiß es, lässt es sich ja auch ganz gut aushalten.


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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung