18.10.2007

Wie viele Parkplätze würden wohl verloren gehen?

(sk) Zentrales Thema der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt war der geplante Ausbau der Theodor-Körner-Straße. Als Vorinformation wurden von Stadtbaumeister Volker Rehberger verschiedene Alternativen dargestellt, die anschließend im Gemeinderat behandelt werden sollen. Die erste bedeutet den geringsten Eingriff in die bestehende Situation. Die Parkplätze, die bislang auf der Südseite der Straße angelegt sind, sollen auf Höhe der Sophienstraße versetzt angeordnet werden.

Für die zweite Variante gab es verschiedene Alternativen, teilweise mit Bildmaterial aus anderen Gemeinden, wo eine solche Gestaltung umgesetzt wurde. Sie sieht vor, die Parkplätze in der Mitte zwischen den beiden Fahrbahnen zu platzieren. Parkplätze könnten schräg oder parallel zur Straße ausgeführt werden. "Beim Schrägparken gehen aber jedes Mal zwei Dreiecke verloren, die nicht genutzt werden können", gab Rehberger zu bedenken.

Unterschiedlich fiel auch die Gestaltung des Mittelstreifens aus: Er könnte gepflastert oder mit einem schmalen Grünstreifen versehen werden. Beide Alternativen sehen eine Bepflanzung mit Bäumen vor, der Grünstreifen habe allerdings neben höherem Pflegeaufwand auch den Nachteil, dass die Autofahrer beim Aussteigen darauf treten müssten.

GL-Stadträtin Gisela Reinhard sprach sich für die "Mittelstreifen-Lösung" aus: "Damit werden den Anwohnern die Autos vor den Grundstücken erspart." Auch GL-Sprecher Christian Wolf favorisierte diese Alternative. SPD- Stadträtin Dr. Maria Bullinger-Baier regte an, das Ganze in die Gesamtplanung des OEG-Bahnhofs einzubeziehen und erwähnte die prekäre Parkplatzsituation in dem Gebiet: "Gerade in Bahnhofsnähe müssen möglichst viele Fahrzeuge untergebracht werden." In der "günstigsten" Alternative, so Rehberger, gehen vier Parkplätze verloren.

Rehberger sprach auch das Thema Kreisel an der Kreuzung zur Schillerstraße an: "Ich halte eine Notwendigkeit nicht für gegeben, es wäre aber technisch möglich." CDU-Stadträtin Isolde Nelles kritisierte enge Kreisel wie den in der Edelsteinstraße: "Bevor man einen Kreisel baut, sollte man die Straße erst einmal abkleben und ausprobieren, ob das überhaupt tut."

Ein dringliches Thema war der Austausch der in die Jahre gekommenen Beleuchtung im Kurpfalz-Schulzentrum. "Aus Dringlichkeitsgründen haben wir beschränkt ausgeschrieben", so Rehberger. Von elf Firmen hatten sieben Angebote abgegeben, mit rund 33 000 Euro war die Firma EAG in Kraichtal am günstigsten. Die neuen, energiesparenden Lampen würden sich jedoch bald amortisieren. Der Ausschuss stimmte einstimmig für die Vergabe an EAG.

Auch bei den übrigen Anträgen war das Gremium einig: Genehmigt wurden eine Überdachung im Gewann Bollengrube, ein Umbau und Teilabbruch mit Überschreitung der Baugrenzen im Burgweg und eine Hofüberdachung im Schlittweg.

Dem Bauherrn eines Schwimmbads auf dem Branich wurde nach einer Ortsbegehung die Genehmigung für Nebengebäude verweigert. Ein Vorhaben in der Kirchstraße fand dagegen die Zustimmung des Ausschusses: Das Gebäude des früheren "Radladens" bekommt ein neues, ansprechenderes Gesicht. "Es fügt sich hervorragend in die Umgebung ein", so Stellvertretender Bürgermeister Siegfried Schlüter.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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