08.05.2009

„Drehen die jetzt alle durch?"

Schriesheim/Schönau. (cab) Der Bürgermeister der Stadt Schönau, Marcus Zeitler, reagierte gestern deutlich auf die Debatte des Schriesheimer Gemeinderats über die Zukunft der Werkrealschule: "Drehen die jetzt alle durch?", fragte er und stellte klar: "Verwaltung und Gemeinderat in Schönau – also CDU und SPD – wollen das Beste für unsere Hauptschule und sind absolut für eine Kooperation im Bereich der Werkrealschule."

Dr. Wolfgang Metzger (FW) hatte im Schriesheimer Gemeinderat behauptet, die SPD in Schönau sei gegen eine Kooperation mit Schriesheim. Dazu Zeitler: "Ich kenne Herrn Metzger gar nicht. Und mich würde interessieren, woher er das hat. Wir haben dieses Thema im Gemeinderat nicht-öffentlich behandelt. Und was in Schriesheim behauptet wurde, hat die SPD hier so nie gesagt." Er lasse es nicht zu, dass das Ganze auf Kosten der Schulkinder zum Wahlkampfthema gemacht werde, so Zeitler.

Schriesheim sei für eine Werkrealschule neuen Typs ein "möglicher Partner". Man habe auch schon verwaltungsintern darüber gesprochen, und die Bereitschaft sei da. Aber: "Es gibt doch noch Hürden und so viel zu klären, etwa die Schülerbeförderung", sagte Schönaus Bürgermeister, der auch Schriesheims SPD kritisierte.

Deren öffentliche Forderung nach einem Sachstandsbericht zum Thema Werkrealschule habe kürzlich auch nicht dazu beigetragen, das Thema hinter verschlossenen Türen zu halten. SPD-Fraktionschef Hans-Jürgen Krieger verwahrte sich gegen diese Kritik: "Weil wir um die Brisanz des Themas wussten, haben wir immer gesagt, dass man darüber auch nicht-öffentlich sprechen könne, falls vertrauliche Informationen tangiert seien."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung