17.07.2009

Der Übergang soll reibungslos sein

Der Übergang soll reibungslos seinSie bedienen ab jetzt die Postkunden: Ursula Bäcker, Wolfgang Kluß und Stefanie Karacic (v. l.). Hinten rechts: Rolf Lessle, Post-Gebietsleitung Stuttgart. Foto: Dorn

(sk) Ein Aushang informierte noch am Mittwoch darüber, dass es am Freitag losgeht. Doch schon gestern Nachmittag war es soweit: Die neue Postagentur öffnete um 15 Uhr ihre Pforten. In den Räumen in der Hübsch’schen Mühle blieb äußerlich erst einmal alles beim Alten, angefangen von der Einrichtung über die Dekoration bis zum Sortiment. Einzige Ausnahme ist das Personal.

Statt der alt bekannten Postler stehen ab jetzt neben Betreiber Wolfgang Kluß Ursula Bäcker und Stefanie Karacic hinterm Tresen. Sie bedienen die Kunden auch nicht in der blauen Post-Uniform, sondern in "Zivil". In den ersten zwei Wochen stehen ihnen zwei Post-Angestellte und Rolf Lessle von der Gebietsleitung Stuttgart zur Seite. "So wollen wir einen reibungslosen Übergang gewährleisten", erklärte er. Auch nach dieser Einarbeitungszeit sollen die Angestellten, die zuvor angelernt wurden, regelmäßig geschult werden. Dass aber immer beide Angestellte und Kluß im Laden sein werden, wollte Lessle nicht versprechen: "Es müssen immer mindestens zwei Leute anwesend sein." Den ganzen Nachmittag herrschte reger Betrieb im neuen Schreibwarenladen, teilweise standen die Kunden mit ihren Paketen und Postsendungen bis zur Eingangstür Schlange.

Um ihnen das Warten zu erleichtern, bekamen sie anlässlich der Eröffnung gelbe Rosen und ein Glas Sekt. "Wir haben mit dem Ansturm gerechnet, weil ja gestern den ganzen Tag geschlossen war", bemerkte Kluß. In den kommenden Wochen wird sich in der neuen Agentur noch einiges ändern, so Kluß: "Wir werden unser Sortiment nach und nach ausbauen." Auch der Post-Service solle in vollem Umfang aufrechterhalten werden, ebenso die Betreuung der Postbank-Kunden, versprach Lessle.

Nachdem zunächst ein neuer Post-Standort in der Schönauer Straße im Gespräch war (wir haben berichtet), übernahm Kluß doch die insgesamt 150 Quadratmeter großen Räumlichkeiten in der Talstraße: "Uns ist es wichtig, dass man die Filiale gut mit dem Auto erreichen kann", so Lessle. Der Mietvertrag zwischen Post und Familienheim läuft noch bis Ende nächsten Jahres weiter. Ob die Post dem neuen Betreiber bei der Miete entgegenkam, die monatlich immerhin 4500 Euro inklusive Nebenkosten beträgt, wollte Kluß nicht sagen. Was nach Ende der Vertragslaufzeit kommt, steht noch nicht fest: "Wenn der Mietvertrag ausläuft, kann es einen Anschlussvertrag geben. Das war auch bei anderen Filialen in der Umgebung so", erklärte Lessle.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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