27.10.2009

Jugendhaus wird eingepackt

Schriesheim. (sk) "Wir werden oft von Passanten angesprochen, wann wir etwas an der Fassade machen", sagte Moritz Baier. Der Pressesprecher des Push-Vereins war am Wochenende einer von 15 Helfern, die an der Fassade "etwas machten". Unter der Regie von Thomas Müller wurde nämlich der erste Abschnitt der Isolierungsarbeiten am Jugendhaus in Angriff genommen.

Hier hatten die Helfer schon vor längerer Zeit gegen Kältebrücken am Fußboden die Fundamente isoliert. Die Wand wurde jetzt mit zwölf Zentimeter dicken Isolations-Platten eingepackt. Vorher wurden die Helfer kostenlos von einem Mitarbeiter der Firma Ludwig Sauer beraten, die auch die Platten zum Sonderpreis geliefert hatte. Während auf dem Freigelände eine Gruppe den reichlich benötigten Kleber anmischte, verklebte eine andere die schon zugeschnittenen Platten. Zusätzliche Unterstützung geben Dübel und eine Metallschiene. "Anschließend kommen Glasfasermatten und Putz darüber", erklärte Müller.

Als Farbe ist ein neutrales Weiß geplant, das aber mit Graffiti herausgeputzt werden soll. "Wir sammeln Ideen. Jeder, der etwas zur Gestaltung beitragen möchte, kann sich bei uns melden", so Baier. Es gebe keinerlei Beschränkungen bei der Gestaltung. Über einen "Siegerentwurf" soll später abgestimmt werden. Davor gibt es jedoch noch einiges zu tun, sind doch insgesamt 150 Quadratmeter Fassade zu isolieren.

Am Wochenende schaffte die Gruppe bei ihrem Arbeitseinsatz die Isolation der Wetterseite. Die übrigen Wände sollen in den kommenden Wochen verkleidet werden. Auch im Jugendhaus wurde weiter gearbeitet: Der Fliesenbelag in der Behindertentoilette wurde fertig gestellt, außerdem eine Leiste mit Halogenspots, die den Barbereich und den gesamten Raum ausleuchten sollen. Auffälligste Veränderung war jedoch der neue Fußboden, der dort seit kurzem liegt. Ein dunkelblauer Kautschuk mit silbernen "Einsprengseln" sorgt jetzt für eine wohnliche Atmosphäre und ist außerdem noch leicht sauber zu halten. "Und umweltfreundlich", wie Baier betonte.

Als erstes Element der künftigen Bar wurde auch schon ein Waschbecken mit Fliesenspiegel eingebaut. Tresen und Bestuhlung sollen folgen, eine größere Anschaffung wird jedoch die Verbindungstür zum Party-Raum sein, bei der der Verein von Schreinermeister Matthias Meffert beraten wurde. Allerdings ist die Innenausstattung nicht vom städtischen Bau-Zuschuss abgedeckt: "Hier sind wir auf Geldspenden angewiesen", erklärte Baier. Auch neue Mitglieder oder Fördermitglieder seien willkommen. Erwachsene könnten für einen Jahresbeitrag von 24 Euro Mitglied im Push werden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung