02.04.2010

Der Kulturkreis will das Kerg-Museum kaufen

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Schon im Laufe der teilweise unschönen Debatten um die Zukunft der Kunstwerke Théo Kergs kam Albert Kesseler die Idee. Der Chef des Kulturkreises (KKS) feilte diskret an seinem Plan. Nur der Vorstand des KKS war einbezogen. Und nichts drang nach außen. Das war eine Lehre aus den Indiskretionen des Gemeinderats, die eine Lösung im Rechtsstreit um das künstlerische Erbe Kergs zuletzt belastet hatten. Dabei gab es innerhalb des KKS durchaus rege Diskussionen, als Kesseler erstmals seinen Gedanken an einen Kauf des Kerg-Museums erläuterte.

Nur so könne das Oeuvre des Luxemburgers wirklich langfristig in Schriesheim bewahrt werden, so Kesselers Überzeugung, nachdem er sich juristisch hatte beraten lassen. Blieb nur die Frage, wie der Verein die Übernahme überhaupt finanzieren soll. Öffentlichkeitswirksame Aktionen wie Spendenaufrufe und Benefizaktionen waren für den KKS ausgeschlossen. Man fürchtete nur einen weiteren Richtungsstreit in der Stadt und dadurch ein frühzeitiges Aus für die Idee. Erst wollte man also die Finanzierung sichern und das Kaufangebot an die Stadt unter Dach und Fach haben. Das ist jetzt der Fall. Heute will Kesseler die Offerte an Bürgermeister Hansjörg Höfer übergeben. Möglich macht den überraschenden Coup der Luxemburger Unternehmer und Kunstmäzen Til Hoevelmans.

Mehr in der Print-Ausgabe vom 01. April 2010.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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