05.07.2010

Jubiläum für die Bewahrer "eines Juwels"

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. Am Anfang war eine Pfütze. Genauer gesagt, die Suche nach einem Eingang ins Schriesheimer Bergwerk. Den suchten nämlich vor über 25 Jahren Wilhelm Gassert und seine Mitstreiter, die sich zum Ziel gesetzt hatten, das über 500 Jahre alte ehemalige Bergwerk zu finden und zu sanieren.

Zurück zur Pfütze. Als das Bergwerk im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker benutzt wurde, legte die Stadt die Pfützen vor dem alten Stollen-Eingang mit Kohleschlacke trocken. Zeitzeugen von damals erinnerten sich daran und gaben Gassert den Tipp, nach diesen Kohle-Spuren zu suchen. Nach einigem Suchen wurde er fündig, und mit Schaufel- und Löffelbagger wurde der Eingang zum Schacht freigelegt.

"Das war der Anfang von unserem Verein", blickte Gassert zurück. Der Bergwerksverein, dessen Vorsitzender Gassert lange Jahre war, feierte am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen in einem Festakt mit zahlreich vertretener Prominenz aus der Landes- und Kommunalpolitik, Ehrenbürger Peter Hartmann, Mitgliedern der ersten Stunde und zahlreichen "Bergwerksgrawwlern".

Die Initiatoren von damals, darunter auch der mittlerweile verstorbene Jürgen Sandel, seien von vielen belächelt worden, bemerkte Bergwerksvereins-Vorsitzende Jutta Machatschek. Für ihre Vereinstreue in 25 Jahren wurden neben Gassert Curt Full, Dietrich Wutzler, Georg Hauser, Georg Grüber, Klaus Sandel und in Abwesenheit Henner Harling geehrt. "Nach nunmehr 25 Jahren und vielen tausend ehrenamtlichen Arbeitsstunden ist das Besucherbergwerk Anna-Elisabeth von über 155 000 Besuchern besichtigt worden", berichtete Machatschek nicht ohne Stolz. Ohne Spenden von Vereinen, privaten Sponsoren oder der Stadt und nicht zuletzt dem Einsatz der "Bergwerksgrawwler" habe das Bergwerk nicht zu dem werden können, was es heute sei. Nämlich "Eine touristische Attraktion der Stadt Schriesheim, ein regelrechtes Juwel", wie Weinkönigin Sonja Meiser lobte.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung