14.10.2010

Damit Altenbachs Ortskern schöner wird

 Damit Altenbachs Ortskern schöner wirdVon Carsten Blaue

Den rot umrandeten Bereich definiert die Verwaltung als Ortskern Altenbachs. Blau sind die Gebäude markiert, an denen die Stadtentwicklungsgesellschaft STEG augenscheinlich mehr (dunkelblau) oder weniger (hellblau) großen Sanierungsbedarf festgestellt hat. Rot schraffiert sind unbebaute Flächen. Orange schraffiert wurde der das Gebiet, das die Stadt als neue Ortsmitte gestalten möchte. Plan: Stadt Schriesheim


Schriesheim-Altenbach. Gestern tagte der Schriesheimer Gemeinderat in Altenbach. Und das aus gutem Grund. Im katholischen Pfarrsaal nahmen die Stadträte die Antragspapiere zur Kenntnis, mit denen sich Schriesheim um Landesmittel für die Sanierung der Altenbacher Ortsmitte bewirbt. "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum", kurz: ELR, heißt der Fördertopf, von dem die Stadt profitieren will. Über die Hintergründe des Antrags, dessen Unterlagen die Stadtentwicklungsgesellschaft STEG aus Stuttgart zusammengestellt hat, informierten gestern Bürgermeister Hansjörg Höfer und Stadtbaumeisterin Astrid Fath im Vorfeld der Sitzung.

"Wir versprechen uns von der Neugestaltung der Ortsmitte, dass dadurch die Abwanderungstendenzen aus Altenbach gestoppt werden", sagte Höfer. Gerade auch junge Familien sollen im Ort bleiben, dessen Bevölkerung im älter werde. Und mehr noch: Der Bürgermeister strebt ein Wachstum Altenbachs an, also Zuzug. Etwa 1950 Einwohner hat der Ortsteil, rund 300 weniger als noch vor zehn Jahren. Diesen Trend will die Stadt drehen. "Wir können dafür aber nur die Rahmenbedingungen schaffen", schränkte Fath ein. Etwas daraus machen müssen die Altenbacher selbst, die bei Sanierungen und Modernisierungen ihrer Häuser ebenfalls von der ELR-Förderung profitieren könnten - genau wie die Stadtverwaltung mit ihren Infrastruktur-Zielen. Eine Unterstützung von bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten ist drin. "Dafür müssen wir aber erstmal in das Landesprogramm aufgenommen werden", sagte Höfer.

Die Chancen dafür hielt er aber für "sehr gut". Zumal sich der hiesige Landtagsabgeordnete, Staatssekretär Georg Wacker (CDU), so stark dafür eingesetzt habe. Im Juni hatte Wacker den zuständigen Abteilungsleiter im Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Ministerialdirigent Hartmut Alker, zur Visite nach Altenbach eingeladen. Danach hatte Alker der neuen Ortsmitte die Förderfähigkeit bescheinigt. Zwischen Schulhof und kleinem "Plätzchen" an der Linde am Abzweig zum Härtweg möchte die Stadt ein Ortszentrum schaffen, das als solches auch erkennbar ist. "Bisher ist die Ortsmitte gar nicht definiert", so Fath zu Altenbachs Schwächen. Die Anreize zum Verweilen seien gering, zumal man auf der Hauptstraße zügig durch den Ort geführt werde. Kaum einer bleibt länger als nötig.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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