15.12.2010

Öffnungszeiten der Mensa bleiben wie sie sind

Schriesheim. (cab) Die Öffnungszeiten der Mensa im Schulzentrum werden bis Ende März 2011 nicht geändert. Sie bleibt täglich von Montag bis Freitag also von 7.30 bis 16 Uhr geöffnet, und zwar so lange, bis das erste Betriebsjahr vorbei ist. Danach will man die Nutzung genau analysieren und die Öffnungszeiten überprüfen. Diese Entscheidung des "Mensa-Ausschusses" gab gestern der Direktor des Kurpfalz-Gymnasiums (KGS), Matthias Nortmeyer, als Vorsitzender des Ausschusses bekannt.

In seiner November-Sitzung hatte sich der Gemeinderat nicht darauf verständigen können, die Mensa-Zeiten zu verkürzen. Das hatte der Betreiber, die SRH Dienstleistungen GmbH, seinerzeit beantragt. Der Caterer wollte nur noch von 9 bis 14 Uhr öffnen, da die Mensa über diese Zeit hinaus nur wenig genutzt werde. Der Gemeinderat verwies das Thema zur Entscheidung an den "Mensa-Ausschuss", in dem Schüler, Eltern, Schulleitung, Caterer und Stadtverwaltung alles besprechen, was die Mensa mit sich bringt. Die Betroffenen sollten also entscheiden. Das haben sie vergangenen Donnerstag getan: "Die SRH kam der Stadt entgegen, dass die Probezeit verlängert wird", unterstrich Bürgermeister Hansjörg Höfer. Konstruktiv seien die Beratungen gewesen, unterstrich Direktor Nortmeyer.

Das Problem sei nicht das Mittagessen, sondern die Zeit davor und danach, also zwischen 7.30 und 11 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr. "Da müssen wir uns Gedanken machen", räumte Nortmeyer ein. Denn zur Mittagszeit gingen in der Spitze an guten Tagen schon rund 150 Essen über die Theke - gerade am Montag, Dienstag und Donnerstag, wenn am KGS am meisten Nachmittagsunterricht gehalten werde, so Nortmeyer: "Da gibt es von der SRH kein Jammern". Doch nachmittags könnte eben mehr Betrieb sein.

Nortmeyer denkt darüber nach, vielleicht SMV-Sitzungen in der Mensa abzuhalten. Zudem will er in der Musikschule und in der Stadtbibliothek nochmal auf das Angebot hinweisen: "Die Mensa steht allen offen", so der Direktor, der stets auch Austauschschüler und ehemalige KGS-Absolventen in der Mensa begrüßt. Es sei eben auch eine Frage der Nutzer, die Einrichtung mit Leben zu füllen: "Dann hat die SRH auch keine Gründe mehr, die Zeiten verkürzen zu wollen." Schülersprecherin Jule Kuhn-Weidler wies darauf hin, dass der Schulball im Januar ebenfalls in der Mensa gefeiert werde. Außerdem sei es gut, dass man sich hier einfach immer aufhalten könne. Familiär gehe es zu, und viele Schüler würden vom Mensa-Personal nicht selten mit Namen begrüßt. Der Koch erfülle sogar immer wieder Essenwünsche, die man auf einer speziellen "Feedback"-Postkarte notieren und in den "Kummerkasten" des Caterers werfen kann. Man kann auch aufschreiben, was man im Angebot vermisst. Das Ganze brauche einfach etwas Gewöhnungszeit, meinte Nortmeyer, der vom Erfolg der Mensa überzeugt ist: "Wir haben die schönste Mensa von allen, die wir bisher gesehen haben. Und wir bekommen sogar Anfragen von anderen Schulen die uns fragen, wie wir das gemacht haben."

Überdies werde die Mensa auch verstärkt von Realschülern genutzt. Der KGS-Direktor kündigte an, dass von der SMV ein "Mensa-Dienst" eingerichtet werde, der hier nach dem Rechten sieht und etwas Ordnung hält an den Tischen. Unterstützung des Mensa-Teams in dieser Form ist möglich. "Aber einen Zuschuss können wir der SRH als Betreiberin nicht geben", stellte Höfer klar.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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