22.03.2011

„Das muss sich einspielen"

Bergstraße. (cab) Als überzeugter "OEG"-Benutzer an der Bergstraße war man schon gespannt, wie das klappen würde mit dem Schienenersatzverkehr zwischen Weinheim und Schriesheim. Seit gestern fahren auf der Strecke Busse, weil hier bis Oktober das zweite Gleis der RNV-Straßenbahnlinie 5 verlegt wird (wir berichteten mehrfach).

Das Ganze muss sich erst einspielen. Aber der erste Eindruck von der Buspendelei zwischen der Zweiburgen- und der Weinstadt war schon mal nicht schlecht. Während die Arbeiter in Weinheim und Schriesheim damit beschäftigt waren, die Elektrik des Bahnverkehrs stillzulegen und die Signale zurückzubauen, hatten die RNV-Kunden hier und da etwas Probleme, ihre Ersatzhaltestellen an der Bundesstraße 3 zu finden.

Das ging schon am Rosenbrunnen in Weinheim los. Nirgends ein Hinweis zu sehen, wo denn nun der Bus abfährt. Man erahnte die "H"-Schilder eher, als dass man sie jenseits der Barbara-Brücke sah. Gut zu laufen hat man auch in Leutershausen oder an der Zentgrafenstraße in Schriesheim. Hier steigt man stadteinwärts am Ruhweg ein, stadtauswärts an der Talstraße. In Großsachsen parkt der Bus dagegen genau auf Höhe des Bahnhofs: "Das muss sich einspielen. Wir lernen noch", sagte RNV-Pressesprecher Frank Feuchtgruber. So soll jetzt RNV-Personal an den Haltestellen eingesetzt werden, das Rat suchenden Kunden zur Verfügung steht.

Vielleicht sollten die Fahrer auch mal durchsagen, wo sie gerade anhalten. An der Pünktlichkeit der Busse war allerdings wenig auszusetzen. Kamen sie in Weinheim wegen der Umsteigerei von Bahn auf Bus mit vierminütiger Verspätung los, holten sie die Zeit bis Großsachsen wieder rein: "Wir haben da genug zeitlichen Puffer", so Feuchtgruber.

Mit einer Fahrzeit von knapp 25 Minuten war der Bus auch nur etwa fünf Minuten langsamer als die Bahnen. Insgesamt waren gestern bis zu acht Busse im Einsatz.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung