18.04.2011

Erfolgreicher Rückblick, arbeitsreicher Ausblick

Schriesheim. (cab) Das vergangene Jahr war ereignisreich für den Kraft-Sport- Verein Schriesheim (KSV). Und erfolgreich. Das neue vereinseigene Studio, der KSV Fitness Treff, wurde im Juni eröffnet und hat bis dato schon rund 270 neue Mitglieder aufgenommen. Die stark verjüngten Zweitliga-Ringer holten auf Anhieb den zweiten Tabellenplatz, und in der Freizeitsportabteilung sorgten die Kindertanzgruppen bei Meisterschaften für Furore. Der KSV übernahm das Catering bei seinen Veranstaltungen wieder selbst und stellte schließlich seine Hallen für den Schulsport zur Verfügung, da die Mehrzweckhalle in der Zeit ihrer energetischen Sanierung geschlossen ist.

All das erwähnte KSV-Chef Klaus Grüber in seiner Bilanz im Rahmen der Mitgliederversammlung am Freitag. Um die KSV’ler gleich auch auf die nächsten Jahre einzustellen, die sicher nicht weniger arbeitsintensiv würden – man denke alleine an den Umbau der eigenen Räume. Noch dieses Jahr soll zum Beispiel die neue Geschäftsstelle in Nebenräumen des alten Studios eingerichtet werden, wie Box-Abteilungsleiter Werner Kranz erläuterte, der die räumlichen Veränderungen und Sanierungen als Planer begleitet. Auch in Bezug auf eine energetische Sanierung seien erste Gespräche geführt, ergänzte Grüber.

DerKSVagiert in seinen Projekten auf einer stabilen Basis. Rund 1780 Mitglieder verteilen sich auf die sechs Abteilungen Ringen, KSV Fitness Treff, Boxen, Judo, Fanfarenzug und Freizeitsport, die ihre Berichte in schriftlicher Form vorlegten und darin die ganze Bandbreite des sportlichen Angebots sowie des regen Vereinslebens im KSV dokumentierten. Grüber verdeutlichte anhand der Historie der Mitgliederentwicklung, dass der KSV immer dann wuchs, wenn er sich dem Breitensport weiter öffnete, dabei aber seiner Linie treu blieb ohne anderen Vereinen in der Stadt Konkurrenz zu machen. So soll es auch bleiben.

Dafür spricht auch der Boom des neuen Studios, das am Freitag die Zertifizierung mit dem DOSB-Qualitätssiegel "Sport pro Fitness" erhalten hatte (wir berichteten). Doch das war nicht der einzige erfreuliche Punkt, den Grüber überraschend in seine Begrüßung einfügte.

Mit Kerim Ferchichi, Carsten Kopp undSörenSteinbeglückwünschteergleich drei KSV-Ringer zu Bronzemedaillen bei Deutschen Meisterschaften. Ferchichi und Kopp gehören zum Zweitliga-Team von Trainer Peter Fornoff, das seine Heimkämpfe in der nächsten Saison wegen der einjährigen Mehrzweckhallen- Schließung wohl ausnahmsweise in der KSV-Halle austragen wird.

Nicht ganz so erfreulich war der Kassenbericht von Schatzmeister Albrecht Ehrke, sorgten nötige Investitionen doch für ein deutliches Minus. "Aber wir haben dafür Gegenwerte", so Grüber ergänzend. "Absolut nicht beunruhigend" fand auch Beiratsvorsitzender Bernd Doll das finanzielle Jahresergebnis. Dennoch sollte man solche Entwicklungen früher erkennen können, so Doll, der auch künftig für eine "Politik der schmalen Kassen" warb. Kassenprüfer FriedrichEwald hatte ebenfalls nichts auszusetzen.Sowar die Entlastung des Vorstands letztlich Formsache, und die Wahlen konnten beginnen, bei denen Vereins-Vize Berthold Reichardt nicht mehr antrat und von Grüber als Anerkennung für zehn Jahre Vorstandstätigkeit die Vereinsnadel angesteckt bekam.

Zuvor hatte Reichardt aber noch die Satzungsänderung erläutert, die die Versammlung bei einer Enthaltung von Günter Lang, dem Steuerberater des Vereins, genehmigte. So wird der Aspekt der Gesundheitsförderung in die Satzung aufgenommen. Ebenso die Bildung eines Gebührenausschusses, der Gebühren und Zusatzbeiträge für einzelne Abteilungen festsetzen kann – ohne ein Votum der Mitgliederversammlung. Erstmals in deren Vorfeld fand die Totenehrung auf dem Friedhof statt.

Hier unterstützten die Trommler des Fanfarenzugs das Gedenken. Nicht wie sonst konnten die KSV-Musiker aber die Mitgliederversammlung eröffnen. Dem Ensemble reichte es nicht zur Auftrittsstärke.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung