16.01.2012

Ist zweite Abfahrt möglich?

Schriesheim. (cab) Im Oktober 2011 hat die Vorsitzende der IG Branich, Isolde Nelles einen Brief an Bürgermeister Hansjörg Höfer geschrieben. Mit der Bitte, in die Planung einer rechtmäßigen zweiten Zufahrt für den Branich einzusteigen. Der Bedarf, so Nelles, sei "unbedingt gegeben" (wir berichteten mehrfach). Höfer sah stets in der Finanzierung das größte Problem. Jetzt soll es zumindest eine Machbarkeitsstudie geben. Der Antrag dafür liegt dem Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch vor. Kostenpunkt: 20.000 Euro.

Der Hintergrund: Bisher kann man auf den Branich nur über die Branichstraße fahren. Kommt es hier oder in der Talstraße zu Verkehrsbehinderungen oder Sperrungen, haben die Bürger vom Berg das Nachsehen - oder den Schleichweg über den Laubelt. Dieser ist aber nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Der Weg ist nicht mal als Straße ausgebaut, zudem unbeleuchtet, abschüssig und kurvenreich. Die Autofahrer vom Branich scherten sich oft wenig darum. Zu oft. Es gab Unfälle und massive Beschwerden von Spaziergängern sowie Anwohnern aus der Odenwaldstraße und der Plöck.

Auch die Idee der Stadt, den Laubelt-Schleichweg quasi über die Leutershäuser Straße umzuleiten, fruchtete nicht. Die Verkehrsbehörde beim Rhein-Neckar-Kreis drohte den Laubelt "von heute auf morgen" schließen zu lassen, wenn der Verkehr hier nicht drastisch abnehme. Die Stadt kontrolliert seitdem wohl noch strenger. Denn selbst als Notabfahrt ist der Laubelt illegal.

Inzwischen wird parteiübergreifend Verständnis für das Anliegen der Branich-Bewohner gezeigt. Schulterzucken nur bei der Lösungsfrage. Am Mittwoch wird sich entscheiden, ob es zumindest die Machbarkeitsstudie gibt.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung