08.02.2012

Eltern und Schule ziehen an einem Strang

Von Stefan Zeeh

Schriesheim-Altenbach. Die Umgestaltung des hinteren Teils des Schulhofes der Altenbacher Grundschule war eines der zentralen Themen der Ortschaftsratsitzung. Bereits in der Bürger-Fragestunde hatten Vertreter des Elternbeirats und der Schule auf die Bedeutung einer Spielmöglichkeit für die Kinder hingewiesen. Eine Anwohnerin gab jedoch zu bedenken, dass es bereits einen Spielplatz am Rathaus gebe und der hintere Teil des Schulhofs zu klein sei. Zudem werde der gesamte Platz immer wieder durch Papier oder Kaugummi verdreckt.

"Drei Spielgeräte und eine Kletterwand sind vorgesehen", stellte Ortsvorsteher Alfred Burkhardt die mit Schulleitung und Elternbeirat abgestimmte Planung für den Schulhofumbau vor. Die anzuschaffenden Spielgeräte seien so gewählt, dass sie keinen speziellen Untergrund benötigten. Sprich: Das vorhandene Pflaster reiche aus. Außerdem werde die Betonmauer zwischen dem vorderen und dem hinteren Schulhof begrünt. Die Ortschaftsräte stimmten dem Plan einstimmig zu. Ortsvorsteher Burkhard versprach, das Gespräch mit den Anwohnern hinsichtlich des Schul-Spielplatzes zu suchen.

Rund 50 000 Euro werden für den weiteren Ausbau des Schulhofes an Haushaltsmitteln für dieses Jahr beantragt. Weiterhin ist ein neues Feuerwehrfahrzeug für 90 000 Euro vorgesehen sowie eine neue Eingangstür für die Schule, wie Alfred Burkhardt erklärte. Beim Thema "Ruftaxi" spielten die Finanzen ebenfalls eine eine Rolle.

Nachdem der Ruftaxi-Vertrag von Schriesheim nach Altenbach im vergangenen Jahr seitens des Taxiunternehmens gekündigt worden war und sich kein Nachfolger finden ließ, ist der Stadtteil derzeit in den Nachtstunden schwerer erreichbar.

"Ein Ruftaxi ist doppelt so teuer wie ein normales Taxi, da der Taxiunternehmer es zu bestimmten Zeiten in Bereitschaft halten muss", erläuterte Burkhardt die Problematik.

Zusätzliche Busfahrten durch den öffentlichen Nahverkehr in den Nachtstunden könnten ebenso an den Kosten scheitern. Eine Lösung könnte da ein Nachttaxi sein oder die von Bürgermeister Hansjörg Höfer vorgeschlagene Variante, den Altenbachern den Schriesheimer City-Bus samt Kraftstoff Freitag- und Samstagnacht zur Verfügung zu stellen.

"Sie müssten nur noch den Fahrer organisieren", erläuterte Höfer. Überraschend brachte Ortschaftsrat Dr. Herbert Kraus von den Freien Wählern in der Fragerunde der Fraktionen die Sprache auf die Auswirkungen des Branich-Tunnels auf Altenbach. "Fast der gesamte Verkehr in den vorderen Odenwald fließt durch Altenbach", betonte er und ging davon aus, dass nach der Fertigstellung des Tunnels auch vermehrt der Schwerlastverkehr diese Route wählen wird. Deshalb schlug er vor, die Landstraße L596 ab dem Abzweig nach Altenbach für den Schwerlastverkehr ab einer gewissen Gesamttonnenzahl zu sperren.

Außerdem forderte er Bürgermeister Höfer dazu auf, sich diesbezüglich mit seinen Amtskollegen in Wilhelmsfeld, Heiligkreuzsteinach und Schönau zusammen zu setzen. Der Bürgermeister war ob dieses Vorschlags sichtlich überrascht.

"Noch ist kein Auto mehr gefahren, da wird es schwierig im Vorfeld etwas zu machen", gab Höfer zu bedenken. Er sei jedoch bereit, sich mit seinen Amtskollegen in Verbindung zu setzen und bei der Verkehrsbehörde wegen einer Sperrung der Landstraße für den Schwerlastverkehr nachzufragen.

Eine besondere Ehrung wurde schließlich CDU-Ortschaftsrat Karl Reidinger zu Teil, der für seine zehnjährige Mitgliedschaft in diesem Gremium mit der Ehrennadel des Gemeindetages Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung