07.03.2012

"Das kann nicht sein"

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. "Den ganzen Vormittag rufen bei mir schon die Leute an und sagen, dass das nicht sein kann", ereifert sich Fritz Haas. Die von der Feuerwehr ermittelten Besucherzahlen des ersten Mathaisemarkt-Wochenendes sorgen gestern in der Weinstadt für Aufregung. Sie sehen so aus: Der Mathaisemarkt lockte am Wochenende insgesamt 39.000 Besucher nach Schriesheim, 42.000 weniger als im letzten Jahr. Am Sonntag waren es 20.000. Nicht jeder findet diese Zahlen nachvollziehbar, viele empfinden, dass deutlich mehr Besucher da waren.

"Da standen richtige Pulks am Straßenrand, an anderen Stellen standen die Leute in Zweierreihen. Die Straßen waren voll, es gab gute Umsätze", sagt etwa Bürgermeister Hansjörg Höfer beim Altenfrühschoppen am Vormittag. Auch Ordnungsamtsleiter Willy Philipp erlebte einen "stark besuchten Umzug": "Das war noch besser als in den Vorjahren", erklärt er, nimmt vorsichtshalber aber das Rekordjahr 2011, das mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt wurde, aus. An den "markanten Stellen", etwa der Schmalen Seite, den Kommentar-Stationen oder in der Zentgrafenstraße hätten sehr viele Schaulustige gestanden. "Es ist allerdings schwer, Menschenmengen zu schätzen", schränkt er ein. Dabei komme es nicht nur auf die Streckenlänge an, sondern auch darauf, wie dicht die Menschen stehen. "Nehmen Sie mal den Sportplatz inklusive Tartanbahn. Da passen 25.000 Leute drauf", so Philipp. Allerdings dicht gedrängt wie die Sardinen in der Dose, ein Zustand, der bei Volksfesten seltener vorkommt. Hier wird das Ganze durch Kinderwagen, angeleinte Hunde oder Menschen mit Rollatoren aufgelockert. Mit geschätzten Zahlen ist Philipp deshalb vorsichtig.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung