24.03.2012

Nach Ostern geht′s los

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Wenn das OEG-Areal neu bebaut wird, soll auch die Schillerstraße richtig hübsch werden und zum guten städtebaulichen Gesamteindruck beitragen. Auch unter der Erde soll dann alles neu sein, zumindest die Kanäle und Wasserleitungen. Die sind in die Jahre gekommen und sollen in drei Abschnitten saniert werden.

Wann die Bereiche zwischen Schillerstraße 27 und den Einmündungen der Theodor-Körner-Straße sowie der Bahnhofstraße dran sind, ist offen und hängt auch von der Bauentwicklung auf dem OEG-Areal ab. Die erste Etappe wird aber sicher nach Ostern in Angriff genommen. Unter der Leitung der Schriesheimer Wasserver- und -entsorgungsgesellschaft (WVE) werden dann rund 200 Meter Kanalisation und 190 Meter Wasserleitungen erneuert, und das zwischen der Passein 43 und der Schillerstraße 27. Die Bauarbeiten sind so geplant, dass der Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Daher kommt zuerst der Kreuzungsbereich Passein/Schillerstraße dran. Hier die Schächte und Leitungen zu verbauen, dauert wohl etwa eine Woche. Danach wird bis zum Kreisel an der Edelsteinstraße weitergeschafft. Das soll etwa vier Wochen dauern. Solange bleibt dieser Abschnitt für den Verkehr gesperrt.

Wenn es hier wieder rollt, kommen die Rohre und Leitungen zwischen Passeinkreuzung und Schillerstraße 27 dran. Auch dieser Bereich muss für den Durchgangsverkehr gesperrt werden, nur Anwohner dürfen an ihre Häuser fahren. Insgesamt soll der erste Bauabschnitt in rund zehn Wochen abgeschlossen sein, wobei das auch wetterabhängig sei, so Ingenieur Erich Schulz aus Hirschberg, dessen Büro auch diese Tiefbaumaßnahme in Schriesheim konzipiert hat. Beispielsweise in der Tal- und in der Ladenburger Straße kam die Planung ebenfalls von Schulz.

Er stand gestern Abend den Bürgern aus der Schillerstraße im Rathaus Rede und Antwort. Die Stadtverwaltung hatte zur Info aus erster Hand eingeladen. Es kamen aber gerade mal acht Anwohner. Ihnen sagte Bürgermeister Hansjörg Höfer: "Klar, es wird Lärm und Dreck geben, aber ansonsten wohl kaum Beeinträchtigungen." Die Mülleimer werden von der Baufirma abgeholt, an einem zentralen Platz geleert und wieder zurückgebracht. Die neuen Anschlüsse werden bis an die Grundstücksgrenzen gelegt, und wenn die Bauexperten dort feststellen, dass die Leitungen in die Häuser ebenfalls einer Sanierung bedürfen, dann werden die jeweiligen Bürger darauf hingewiesen. Unterbrechungen in der Wasserversorgung soll es nicht geben während der Bauphase. Höchstens mal zwei oder drei Stunden, wenn die Leitungen umgeschlossen werden. Bevor das Wasser durch die neuen Leitungen fließen darf, muss es zunächst darin hygienisch untersucht werden.

Ein Bürger fragte nach der Beweissicherung für eventuelle Schäden, die an seinem Eigentum durch die Bauarbeiten entstehen. Offenbar war sein Haus beim Abriss der Gebäude auf dem OEG-Areal in Mitleidenschaft gezogen worden. Stadtbaumeisterin Astrid Fath empfahl, sich in diesem Fall schnell an die hier zuständige Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) zu wenden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung