05.04.2012

Die "Energiekarawane" zieht weiter

Die "Energiekarawane" zieht weiter

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Die Stadt will den Bürgern im Steinach-Gebiet die energetische Sanierung ihrer Häuser schmackhaft machen. Mit der kostenlosen "Energiekarawane". In der Zeit vom 23. April bis 25. Mai kommt auf Wunsch einer der vier von der Stadt beauftragten Energieberater ins Haus, um vor Ort über Gebäudesanierungen und Einsparpotenziale in Sachen Energieverbrauch zu informieren. Dabei geht es weder um die Vermittlung von Aufträgen an Handwerker, noch um Empfehlungen für bestimmte Produkte. Es geht um Chancen für das Energiesparen und um finanzielle Fördermöglichkeiten bei Sanierungen.

Das Angebot der "Energiekarawane" richtet sich an die Hauseigentümer im Gebiet nördlich der Talstraße und westlich der B 3. Die "Energiekarawane" wurde als Pilotprojekt für die Metropolregion in Viernheim konzipiert und dort erstmals auch angeboten.

Jetzt sollen auch die Schriesheimer diese Beratung nutzen können: "Neu war an der Idee, dass die Berater direkt ins Haus kommen. Die Energieberatungen der KliBA im Rathaus sind zwar auch immer gut besucht. Aber es ist eben keine Beratung vor Ort", sagte Hannah Eberhardt, Schriesheims Umweltbeauftragte, bei der Präsentation der "Energiekarawane" im Rathaus. Bürgermeister Hansjörg Höfer sagte zur Auswahl des ersten Quartiers in der Stadt: "Die Häuser rund um die Steinachstraße wurden Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre gebaut. Da stehen jetzt sowieso bald Sanierungen an." Am besten energetische, was schon der Blick auf steigende Gas- und Heizölpreise zeigt.

Die "Energiekarawane" wird zunächst durch ein persönliches Anschreiben des Bürgermeisters an alle Hauseigentümer im Projektgebiet bekannt gemacht. Darin lädt Höfer ein zur Auftaktveranstaltung am Dienstag, 17. April, um 18.30 Uhr, ins Rathaus ein. Hier werden nicht nur die Idee der "Energiekarawane" und die vier Energieberater Hermann Franken, Peter Mackiol, Peter Paulat und Karin Schöneberg vorgestellt, die die Interessierten zu Hause besuchen. Die Bürger können auch Fragen stellen, erhalten eine erste Information über Fördermöglichkeiten und können mit den Energieberatern das persönliche Gespräch suchen - auch, um schon einen Beratungstermin zu vereinbaren, der etwa eine Stunde in Anspruch nimmt.

Etwa ab dem 16. April sollen alle Haushalte nochmals mit einer Postwurfsendung an die "Energiekarawane" erinnert werden. Die Stadt will damit auch die Mieter erreichen. Ab dem 23. April versuchen die Energieberater dann zunächst telefonisch, die Hauseigentümer zu erreichen. Oder sie klingeln an der Tür. Bürger, die sich beraten lassen wollen, bestimmen selbst, worum es in der Information durch die Fachleute gehen soll - sei es die Sanierung der Gebäudehülle, neue Heizsysteme oder etwa Lüftung, Solarwärme oder Fotovoltaik.

Parallel zu den Bürgern werden auch Schriesheims Handwerksbetriebe über die "Energiekarawane" informiert: "Denn wenn sich jemand für eine Sanierung entscheidet, dann wünschen wir uns natürlich schon, dass ein Schriesheimer Unternehmen dafür zum Zuge kommt", sagte Höfer. Aber auch das ist für die angesprochenen Hausbesitzer unverbindlich.

Am 25. Mai soll die "Energiekarawane" zum Stillstand kommen. Es ist vorstellbar, dass sie sich zu einem späteren Zeitpunkt in einem anderen Teil der Stadt wieder in Bewegung setzt.

Copyright (c) rnz-online

Autor: Rhein-Neckar-Zeitung