18.04.2012

Mitfühlende Spender werden heimtückisch bestohlen

Schriesheim/Heidelberg. (pol) Die Hilfsbereitschaft und Spendenfreudigkeit häufig älterer Menschen wurde in den letzten Wochen häufig ausgenutzt, um sie zu bestehlen. So geschehen auch am frühen Donnerstagnachmittag, kurz vor 13 Uhr, auf dem Parkplatz des Aldi-Marktes in der Karl-Bosch-Straße in Schriesheim. Eine junge Frau legte einem 75-jährigen Mann ein Schriftstück vor, nach dem sie taubstumm sei und um eine Spende bitte. Der Rentner zückte seinen Geldbeutel und gab ihr gerade mehrere Münzen, als eine zweite Frau herantrat und den Senior geschickt in ein Gespräch verstrickte. Diese Situation nutzte die Unbekannte, um dem 75-Jährigen Geld aus dem Scheinfach des Geldbeutels zu entwenden. Später an der Kasse des Einkaufsmarktes bemerkte der Rentner, dass ihm 350 Euro gestohlen worden waren.

Er informierte sofort die Polizei. Eine intensive Fahndung im gesamten Schriesheimer Gebiet verlief jedoch ohne Ergebnis. Die beiden jungen, ähnlich aussehenden Frauen werden wie folgt beschrieben: erste Frau: circa 18 Jahre; mit circa 1,55 Meter auffallend klein; schlank; schwarze, hochgesteckte Haare; osteuropäisches Aussehen. Sie trug eine schwarze Hose und ein graues Oberteil. Zweite Frau: circa 18 Jahre, circa 1,60 Meter, schlank, ebenfalls schwarze, hochgesteckte Haare, osteuropäisches Aussehen. Sie trug eine schwarze Hose.

Bereits am 2. April war es in der Talstraße in Schriesheim zu einem ähnlich gelagerten Fall gekommen. Einer hilfsbereiten Spenderin waren dort 200 Euro unbemerkt von zwei gemeinsam agierenden und gebrochen Deutsch sprechenden jungen Frauen aus dem Geldbeutel gestohlen worden, die angeblich für Kinder in Not sammelten. Ob Verbindungen zu beiden Fällen bestehen, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen des Polizeipostens Schriesheim. Eine ähnliche Vorgehensweise, mit dem Verdacht auf eine Querverbindung zu den Schriesheimer Fällen, legte eine Gruppe junger Frauen am 1. April bei einer 60-Jährigen in der Heidelberger Weststadt an den Tag. Nach Vorlage einer sogenannten "Spendenliste" spendete die hilfsbereite Frau mehrere Euro. Kurze Zeit später stellte sie den Verlust von nahezu 200 Euro fest.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Weinheimer Polizei - Telefon 06201/ 10030 - in Verbindung zu setzen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung