19.04.2012

Die Baseballer warten auf einen höheren Zaun

Die Baseballer warten auf einen höheren Zaun

Die Schriesheimer Raubritter (mit Schläger) hatten gegen die Ladenburg Romans beim Saisonauftakt das Nachsehen. Foto: Dorn

Schriesheim. (sk) Legendär waren die feisten rosa (Plastik-)Kehrseiten, die die "Raubritter" am Mathaisemarktumzug von ihrem Festwagen aus in Richtung Ladenburg wackeln ließen. "Do gehn mer uff die Strahleburg un strecke den A... nach Ladenburg," reimten die Baseballer damals. Auch wenn sie bei ihrem alljährlichen Saisonauftakt, dem Samuel-Kong-Kee-Turnier, auf die Hinterteile verzichteten: Das Plakat hatten sie noch und hängten es für ihre ersten Gegner, die "Ladenburg Romans", gut sichtbar am Spielfeldrand auf.

"Geholfen hat es nichts, aber das war ja klar", sagte "Raubritter"-Vorsitzender Armin Dremel, nachdem die Spieler der Ersten Herrenmannschaft nach einem 16:0 für Ladenburg abgeschlagen das Feld verließen. Eine Schande war es nicht, immerhin spielen die "Romans" in der zweiten Liga. Denkbar knapp endete dagegen das Spiel gegen die "Darmstadt Whippets", auch sie ein Zweitligaverein, denen es die Schriesheimer nicht leicht machten: Die "Whippets" siegten im zweiten Inning mit nur einem Punkt Vorsprung. Dafür wurde das Turnier, das heuer nur einen Tag dauerte, immerhin von trockenem, streckenweise sonnigem Wetter verwöhnt. Ein Umstand, der dafür sorgte, dass am Vormittag die Zuschauerränge gut besetzt waren. Am sonst traditionellen Wettkampf-Sonntag wurden die Mannschaften dagegen in alle Winde verstreut. Die Schriesheimer Herren etwa nach Gammertingen auf die Schwäbische Alb, wo ein Pokalspiel anstand. Hier siegten die Schriesheimer souverän mit 20:15, was den Einzug in die nächste Pokalrunde bedeutet. Auch an diesem Wochenende spielen die "Raubritter" wieder auswärts: Der Vormittag beginnt mit einem Spiel der Schülermannschaft, um 15 Uhr tritt dann die Softball-Spielgemeinschaft Schriesheim/Ladenburg gegen die "Karlsruhe Cougars" an. Gespielt wird in Ladenburg.

Auch wenn man am Stand wieder leckere Hamburger, Pommes und Cheeseburger bekam und seinen Durst mit dem einen oder anderen kühlen Bier löschen konnte, kam beim Vorstand an diesem Tag nicht immer Freude auf: Mehrmals flogen Bälle über den Maschendrahtzaun neben dem Spielfeld. Zwei schlugen in Autodächern ein, einer beschädigte den Kotflügel eines vorbeifahrenden Autos. "Nach den Richtlinien des Verbands müsste unser Zaun sechs Meter hoch sein", sagte Dremel dazu. Auf Bitten der Stadt habe der Verein bereits Angebote eingeholt und sie auch weitergegeben. Bislang habe sich aber noch nichts getan.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung